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NIBE Erd-Wärmepumpe im Technikraum

Sole-Wasser-Wärmepumpe

Hocheffizient heizen und kühlen mit der konstanten Kraft des Erdreichs
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Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ist im Grunde eine Erdwärmepumpe, die mit einer speziellen Flüssigkeit – der sogenannten Sole – arbeitet. Sie holt sich die natürliche Wärme direkt aus dem Boden und macht sie im Haus zum Heizen und für Warmwasser nutzbar. Darüber hinaus kann das System das Haus im Sommer auch kühlen und für eine angenehme Belüftung sorgen. Da die Temperaturen im Erdreich das ganze Jahr über fast gleich bleiben, arbeitet die Sole-Wasser-Wärmepumpe extrem sparsam, leise und schont nachhaltig die Umwelt. Ob Neubau, Bestandsgebäude oder gewerbliche Immobilie – die Sole-Wärmepumpe lässt sich flexibel in unterschiedlichsten Projekten einsetzen.


Das Wichtigste in Kürze zur Sole-Wasser-Wärmepumpe

  • Konstante Energiequelle: Eine Sole-Wärmepumpe nutzt die im Erdreich gespeicherte Wärme, die das ganze Jahr über nahezu stabil bleibt – das sorgt für maximale Zuverlässigkeit auch an eisigen Tagen.
  • Extrem wirtschaftlich: Dank der hohen Effizienz (hohe Jahresarbeitszahl) verbraucht das System nur sehr wenig Strom, um behagliche Wärme und/oder Kühlung zu erzeugen, was Ihre Heizkosten dauerhaft senkt.
  • Staatliche & lokale Förderung: Sichern Sie sich attraktive Zuschüsse von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten für den Umstieg auf diese nachhaltige Technologie. Ergänzend dazu bieten viele Bundesländer und Kommunen zusätzliche Förderprogramme speziell für Erdwärme.
  • Viele Wege zur Wärme: Je nach Grundstück und Platzangebot lässt sich die Energiequelle flexibel erschließen – per Erdsonde, Flächenkollektor, Ringgrabenkollektor, Erdwärmekorb oder einer Vielzahl weiterer Optionen.


NIBE Sole-Wasser-Wärmepumpe im Überblick

Funktionsweise der Sole-Wasser-Wärmepumpe

Die Funktion einer Sole-Wasser-Wärmepumpe lässt sich am einfachsten mit dem Prinzip eines Kühlschranks vergleichen – nur umgekehrt. Während der Kühlschrank seinem Inneren die Wärme entzieht und nach außen abgibt, holt die Wärmepumpe die Energie von draußen (aus dem Boden) ins Haus.

Dieser Prozess erfolgt in einem geschlossenen Kreislauf in vier Schritten:

  1. Wärme aufnehmen: Die Sole (ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel) zirkuliert durch Leitungen im Erdreich (z.B. mit einer Temperatur von 2 °C). Dabei nimmt sie die dort gespeicherte thermische Energie (z.B. mit einer Temperatur von 12 °C) auf und fließt zur Wärmepumpe im Haus.
  2. Energie übertragen: In der Wärmepumpe trifft die Sole auf einen Wärmetauscher, in dem sich ein spezielles Kältemittel befindet. Dieses Kältemittel hat die besondere Eigenschaft, bereits bei sehr niedrigen Temperaturen zu verdampfen. Die Temperatur der Sole reicht also aus, um das Kältemittel gasförmig werden zu lassen. Bei der Änderung des Aggregatzustandes von flüssig zu gasförmig nimmt das Kältemittel viel Energie auf.
  3. Temperatur erhöhen: Das nun gasförmige Kältemittel wird zu einem elektrisch betriebenen Verdichter (Kompressor) geleitet. Durch das Zusammenpressen des Gases steigen dessen Temperatur und Druck stark an (z.B. auf 80 °C) – ähnlich wie das Ventil einer Fahrradpumpe beim Aufpumpen heiß wird. Dank moderner Inverter-Technologie passt sich dieser Vorgang exakt an den aktuellen Wärmebedarf an.
  4. Heizen: Das heiße Kältemittel gibt seine Wärme über einen weiteren Wärmetauscher an das Wasser Ihres Heizsystems (z. B. Fußbodenheizung oder Heizkörper) (z.B. 55 °C) ab. Dabei kühlt das Kältemittel ab, wird wieder flüssig, und der Kreislauf beginnt nach Durchströmung eines Ventils bei erneut niedrigem Druck und niedriger Temperatur von vorn.

Für den Transport einer durch das Haus benötigten Wärmemenge wird nur ca. ¼ der benötigten Energie für den Betrieb des Verdichters verwendet. ¾ kommen kostenfrei aus der Umwelt.

Mädchen malt im Wohnzimmer

Kühlung im Sommer

Ein technisches Highlight der Sole-Wärmepumpe ist die Möglichkeit der Gebäudekühlung. Da das Erdreich im Sommer (mit ca. 12 °C) deutlich kühler ist als die Raumtemperatur, kann dieser Effekt für das sogenannte Geocooling genutzt werden.

Dabei wird die überschüssige Wärme aus den Wohnräumen über das Heizsystem aufgenommen und einfach zurück in den kühlen Boden geleitet. Da hierfür lediglich eine kleine Umwälzpumpe und nicht der Antrieb des Verdichters benötigt wird, ist diese Art der Gebäudekühlung fast kostenlos und sorgt für ein angenehmes Klima ohne die Zugluft einer klassischen Klimaanlage.

Je nach Kühllast des Gebäudes stehen dabei verschiedene Varianten zur Wahl: Bei geringem Kühlbedarf genügt die passive Kühlung. Für höhere Kühllasten steht die aktive Kühlung zur Verfügung, bei der der Verdichter bedarfsabhängig zugeschaltet wird. Für die passive Kühlung eignen sich beispielsweise die NIBE-Modelle S1256 PC und S1156 PC sowie die Passivkühlmodule PCM S40 und PCM S42. Wer gleichzeitig heizen und kühlen möchte, kann dies mit dem Zubehör ACS 45 in Kombination mit den Modellen S1256, S1156, S1155 oder F1355 realisieren.

Erschließungsarten im Vergleich

Damit eine Sole-Wasser-Wärmepumpe effizient arbeiten kann, muss die Wärme aus dem Boden aufgenommen werden. Je nach Größe Ihres Grundstücks, der Bodenbeschaffenheit und Ihrem Budget stehen dafür vier bewährte Lösungen zur Verfügung:

Erdsonde (Tiefenbohrung)


Die Erdsonde ist die platzsparendste Variante. Hierbei wird eine oder mehrere Bohrungen senkrecht bis zu 100 Meter tief in das Erdreich vorgenommen.

  • Voraussetzung: Ein geeigneter Untergrund und der Zugang für ein Bohrgerät. Die Bundesländer stellen über ihre geologischen Dienste Karten zur Verfügung, mit denen die Eignung eines Grundstückes einfach vorgeprüft werden kann. z.B. Geothermie in NRW - Geologischer Dienst NRW
  • Genehmigung: In Deutschland ist hierfür eine wasserrechtliche Erlaubnis der unteren Wasserbehörde sowie eine Anzeige beim geologischen Landesamt erforderlich. Diese wird inhaltlich durch das ausführende Unternehmen beantragt.
  • Vorteil: Höchste Effizienz auf kleinster Fläche, da die Temperaturen in der Tiefe besonders stabil sind. Auf dem eigenen Grundstück wird kein weiterer Installationsraum benötigt.

Flächenkollektor


Beim Flächenkollektor werden die Rohrleitungen horizontal in einer Tiefe von etwa 1,5 Metern (unterhalb der Frostgrenze) verlegt.

  • Voraussetzung: Eine ausreichend große, unversiegelte Gartenfläche (etwa das 1,5- bis 2-fache der zu beheizenden Wohnfläche). Die Fläche darf später nicht überbaut oder tief wurzelnd bepflanzt werden.
  • Vorteil: Kostengünstiger als eine Bohrung und meist genehmigungsfrei (nur anzeigepflichtig). Kann im Rahmen ohnehin erforderlicher Tiefbauarbeiten bei einem Neubau mit beauftragt werden.

Ringgrabenkollektor


Diese moderne Lösung kombiniert die Vorteile von Sonde und Flächenkollektor. Die Rohre werden in Schlaufen in einem schmalen Graben rund um das Haus oder entlang der Grundstücksgrenze verlegt.

  • Voraussetzung: Ein Grabenverlauf, der die nötige Entzugsleistung für die Sole-Wärmepumpe bietet.
  • Vorteil: Deutlich platzsparender und robuster als ein herkömmlicher Flächenkollektor und oft in Eigenleistung realisierbar, was die Erschließungskosten senkt.

Spiralkollektor


Die Rohre von Spiralkollektoren werden spiralförmig sowie vertikal im Boden angeordnet und sorgen für eine gleichmäßige, effektive Wärmeaufnahme über eine größere Fläche.

  • Voraussetzung: Eine sorgfältige Planung ist erforderlich, da der relativ hohe Energieentzug aus dem Boden genau auf die Gegebenheiten des Grundstücks abgestimmt werden muss.
  • Vorteil: Hohe Energieausbeute bei vergleichsweise geringem Platzbedarf – geeignet für Grundstücke unterschiedlicher Größe und Art.

Grabenkollektor


Grabenkollektoren bestehen aus langen Rohrschlangen und werden in einem oder mehreren parallelen Gräben im Boden verlegt. Sie nutzen eine große Fläche zur Wärmeaufnahme, weshalb sie sich vor allem für weitläufige Grundstücke eignen.

  • Voraussetzung: Ein großzügiges Grundstück mit ausreichend freier Fläche für die Verlegung der Gräben.
  • Vorteil: Hohe Energieeffizienz bei vergleichsweise niedrigen Betriebskosten durch die großflächige Wärmeaufnahme aus dem Erdreich.

Erdwärmekorb


Erdwärmekörbe sind spiralförmige Kunststoffrohre, die in etwa 1 bis 4 Metern Tiefe vertikal in das Erdreich eingebracht werden.

  • Voraussetzung: Mittlere Grundstücksgrößen, bei denen weder eine Tiefenbohrung noch ein großer Flächenkollektor möglich sind.
  • Vorteil: Eine kompakte Alternative, die modular an den Wärmebedarf angepasst werden kann.

Oberflächenwasser-Wärmetauscher


Ein Oberflächenwasser-Wärmetauscher nutzt das natürliche Temperaturniveau von Oberflächengewässern wie Teichen, Flüssen oder Seen zur Wärmegewinnung. Dabei werden spezielle Wärmetauscher direkt im Wasser installiert, um eine kontinuierliche und effiziente Energieübertragung zu gewährleisten.

  • Voraussetzung: Ein geeignetes Gewässer in der Nähe des Grundstücks mit ausreichender Wasserqualität sowie die Genehmigung zur Nutzung des Gewässers durch die zuständigen Behörden.
  • Vorteil: Besonders umweltfreundlich und platzsparend, da keine Eingriffe ins Erdreich notwendig sind und das Gewässer eine natürliche, kontinuierliche Wärmequelle bietet.

Energiezaun


Der Wärmepumpe-Energiezaun stellt eine innovative Variante der Erdwärmegewinnung dar. Dieser Kollektor nutzt die Fläche an Zaun- oder Grundstücksbegrenzungen, indem die Rohre entlang eines Zauns verlegt werden, ohne die Umgebung gravierend zu verändern.

  • Voraussetzung: Eine vorhandene Zaun- oder Grundstücksbegrenzung mit ausreichender Länge sowie eine sorgfältige Planung, da der Energieertrag geringer ausfällt als bei erdverlegten Kollektoren.
  • Vorteil: Besonders platzsparend und damit ideal für städtische Grundstücke, auf denen keine Fläche für klassische Kollektoren zur Verfügung steht.

PVT-Kollektor


Bei beschränkten Platzverhältnissen lässt sich die Wärmequelle auf das Gebäudedach verlegen. Sogenannte PVT-Kollektoren erzeugen auf der Sonne zugewandten Vorderseite Strom. Auf der Rückseite zirkuliert die Sole durch einen dort flächig integrierten Wärmetauscher.

  • Voraussetzung: Ein Dach mit möglichst südlicher Ausrichtung und ausreichender unverschatteter Fläche.
  • Vorteil: Diese Variante lässt sich außerhalb des Grundstücks auf dem Dach installieren und kombiniert gleichzeitig Strom- und Wärmeerzeugung.

Vorteile von NIBE Sole-Wasser-Wärmepumpen

Wer sich für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe von NIBE entscheidet, investiert in eine der ausgereiftesten Heiztechnologien am Markt. Die Kombination aus jahrzehntelanger schwedischer Erfahrung und modernster Inverter-Technik bietet Ihnen handfeste Vorzüge:

4-in-1-Vorteil

Kombiniert Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung in einem System.

Platzsparende Lösung

Kompaktes Standgerät (nur 60 × 62 cm Stellfläche) ohne Außeninstallation – ideal auch für kleine Hauswirtschaftsräume.

Garantie & Sicherheit

5 oder 7 Jahre Herstellergarantie möglich und mit der NIBE Wärmepumpen-Versicherung Schutz für bis zu 15 Jahre.

Schwedische Qualität

Entwickelt und produziert seit 1952 in Markaryd – robust genug für das nordische Klima und die Herausforderungen in Deutschland.

Weitere Vorteile für Sie

  • Maximale Effizienz: Durch die Nutzung der konstanten Erdwärme erreicht die Sole-Wärmepumpe eine besonders hohe Jahresarbeitszahl (JAZ). Das bedeutet: Aus wenig Strom wird sehr viel Nutzwärme oder auch Kühlung.
  • Geringe Betriebskosten: Sie machen sich unabhängig von schwankenden Preisen für Gas oder Öl. Die kostenfreie Umweltwärme deckt den Großteil Ihres Bedarfs.
  • Langlebigkeit & Sicherheit: Das System arbeitet im Hausinneren, geschützt vor Witterungseinflüssen. NIBE bietet zudem attraktive Garantieverlängerungen auf bis zu 5 oder 7 Jahre.
  • CO2-Reduktion: Sie heizen nahezu emissionsfrei. In Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage oder einem erneuerbaren Stromtarif lässt sich der CO2-Fußabdruck Ihres Gebäudes sogar auf nahezu „Null" reduzieren.
  • Smarte Steuerung: Dank smarten Funktionen wie Smart Price Adaption optimiert die Wärmepumpe ihren Betrieb automatisch nach den günstigsten Stromtarifen oder Wetterprognosen. In Verbindung mit einer Kühlung kann die Steuerung im Sommer sogar zusätzliche Wärme in der Wärmequelle für eine spätere Nutzung speichern.

Was Sie beachten sollten

Damit Sie die beste Entscheidung für Ihr Zuhause treffen, gehört eine ehrliche Betrachtung aller Faktoren dazu. Im Vergleich zu anderen Systemen gibt es bei der Sole-Wasser-Wärmepumpe die folgenden Nachteile:

  • Höhere Erschließungskosten: Im Vergleich zu Luftwärmepumpen fallen Kosten für Bohrungen oder Erdarbeiten an. Der Verlege- oder Bohrbereich muss für Baugeräte zugänglich sein.
  • Genehmigungsaufwand: Besonders bei Erdsonden ist ein gewisser bürokratischer Vorlauf für Behördengenehmigungen (z. B. Wasserrecht) nötig.
  • Platzbedarf im Garten: Für Flächenkollektoren oder Ringgrabenkollektoren muss ausreichend unversiegelte Fläche zur Verfügung stehen.

Unverbindliche Wärmepumpen-Beratung vereinbaren

1. Anfrage stellen

Sie geben die Eckdaten zu Ihrem Vorhaben sowie Ihre Kontaktdaten in unser Formular ein und wir vermitteln Sie an einen NIBE Fach- oder Effizienzpartner in Ihrer Nähe.

2. Vor-Ort-Termin vereinbaren

Bei einem Vor-Ort-Termin berät der Installateur Sie zu NIBE Wärmepumpen und findet die richtige Lösung für Ihr Zuhause.

3. Angebot und Förderungen

Sie erhalten ein Angebot von Ihrem NIBE Fach- oder Effizienzpartner, das nach Ihren Bedürfnissen erstellt wurde.
Wichtig: Fördermittel sind oftmals vor Beginn der Installation einzureichen.

4. Installation und Betrieb

Ihre Wärmepumpe ist installiert und die Inbetriebnahme wurde fachgerecht durchgeführt.
Nicht vergessen: Für die 5 Jahre Herstellergarantie registrieren.

Einsatzbereiche von Sole-Wärmepumpen

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe gilt oft als die „Königsklasse“ der Heizsysteme. Ihr großer Vorteil: Sie ist extrem vielseitig einsetzbar. Während sie im Neubau durch minimale Betriebskosten überzeugt, ermöglicht sie im Altbau durch ihre konstant hohen Quelltemperaturen einen hocheffizienten Betrieb. Ob als hocheffizientes Einzelsystem oder als Teil einer Hybrid-Lösung – die Technik passt sich den Gegebenheiten Ihres Grundstücks und Gebäudes an.

Sole-Wasser-Wärmepumpe im Altbau

Dass eine Sanierung mit Sole-Technik auch in Gebäuden aus den 80er Jahren perfekt funktioniert, zeigt das Beispiel von Ehepaar Friedrich aus Westerstede. In ihrem 1988 erbauten Einfamilienhaus wurde die alte Gasheizung durch eine modulierende Sole-Wasser-Wärmepumpe ersetzt. Durch zwei 100 Meter tiefe Erdsonden wird nun die Energie für die 156 m² Wohnfläche gewonnen. Besonders clever: Das System nutzt die vorhandene Fußbodenheizung nicht nur zum Wärmen, sondern im Sommer auch zur passiven Kühlung.

„Die trockene Luft einer Klimaanlage bekommt mir nicht so gut, deshalb wird die Kühlfunktion der Wärmepumpe den Wohnkomfort im Sommer deutlich steigern“, erklärt der Hausherr Klaus Friedrich.

Die Vorteile im Bestand auf einen Blick:

  • Platzgewinn: Durch den Ausbau der Gastherme und den Wegfall des Gasanschlusses entstand neuer Lagerraum.
  • Sofortige Ersparnis: Neben den Energiekosten entfallen Grundpreise für Gas, Schornsteinfeger und jährliche Wartungen. „Damit spare ich sofort“, so Friedrich.
  • Wertsteigerung: Die Amortisation der Mehrkosten gegenüber einer neuen Gasheizung wird auf ca. 10 bis 11 Jahre geschätzt – bei gleichzeitiger Wertsteigerung der Immobilie.
  • PV-Kombination: Die vorhandene 9,6 kWp Photovoltaik-Anlage deckt einen Großteil des Antriebsstroms für die Wärmepumpe ab.

Ehepaar Friedrich mit Ihrer Sole-Wasser-Wärmepumpe
Larissa Neudert-Marschner und Mike Lorenz im Technikraum

Sole-Wasser-Wärmepumpe im Neubau

Im Neubausektor setzen Sole-Wärmepumpen Maßstäbe in Sachen Klimaschutz und Nebenkostensenkung. Ein beeindruckendes Beispiel ist ein 2021 errichtetes Mehrfamilienhaus mit fünf Wohneinheiten in Gelnhausen. Eigentümerin Larissa Neudert-Marschner entschied sich bewusst für eine NIBE S1155-12 Sole-/Wasser-Wärmepumpe, um das Gebäude zukunftssicher aufzustellen. Was damals fortschrittlich war, hat NIBE konsequent weitergedacht: Mit der NIBE S1156 steht heute die nächste Generation dieser Erdwärmepumpe bereit – klimafreundlicher, leiser und noch effizienter.

Die Besonderheit hier: Da die Fläche begrenzt war, kam ein sogenannter V-Graben-Kollektor zum Einsatz. Diese spezielle Form der Erschließung benötigt deutlich weniger Fläche als klassische Kollektoren und liefert dennoch genug Energie für über 600 m² Wohnfläche.

„Nachhaltigkeit und Klimaschutz waren die zwei Hauptgründe, weshalb bei dem Neubau des Mehrfamilienhauses die Entscheidung auf eine NIBE Sole/Wasser-Wärmepumpe fiel“, betont die Eigentümerin.

Highlights der Neubau-Lösung

  • Extrem niedrige Nebenkosten: Die Stromkosten für Heizung und Haustechnik aller fünf Wohnungen beliefen sich in einem Testjahr auf lediglich ca. 950 Euro.
  • Smartes Messkonzept: Dank Kaskadenmessung wird der eigenproduzierte Solarstrom optimal zwischen der Wärmepumpe und dem Allgemeinstrom aufgeteilt.
  • Präzise Planung: Wie Fachpartner Mike Lorenz betont, ist eine „exakte Heizlastberechnung und damit einhergehend die optimale Dimensionierung der Anlage unerlässlich“, um diese Spitzenwerte zu erreichen.

Sole-Wasser-Wärmepumpe als Hybrid-Heizung

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe muss nicht immer als alleiniger Wärmeerzeuger fungieren. Besonders bei der Sanierung großer, historischer Gebäude oder bei Projekten mit sehr hohem Leistungsbedarf bietet sich eine Hybrid-Lösung an. Hierbei übernimmt die Wärmepumpe hocheffizient die Grundlast des Hauses, während ein zweiter Wärmeerzeuger bei extremen Lastspitzen oder zur Verwertung vorhandener Brennstoffe (wie Holz) unterstützt.

Wie flexibel und leistungsstark ein solches System ist, zeigt die umfassende Sanierung einer Fabrikanten-Villa aus dem Jahr 1932 in Mössingen: Die Besitzer einer 1932 erbauten Villa entschieden sich beim Heizungstausch gegen die veraltete Ölheizung und für ein Hybridsystem. Das Herzstück bildet eine NIBE Sole-Wasser-Wärmepumpe (S1155-25), die in Kombination mit einem bestehenden Stückholzkessel arbeitet.

Technische Highlights der Hybrid-Lösung

  • Intelligente Einbindung: Die Sole-Wärmepumpe deckt den Hauptbedarf für drei Wohneinheiten und eine Ferienwohnung ab. Der Stückholzkessel wird immer dann zugeschaltet, wenn Holzvorräte aufgebraucht werden sollen oder zusätzliche Wärme benötigt wird.
  • Ressourcenschonend: Bestehende Pufferspeicher der alten Anlage konnten erhalten und als Trenn- bzw. Pufferspeicher in das neue System integriert werden.
  • Effiziente Quelle: Zur Energiegewinnung wurde ein V-Ringgrabenkollektor auf dem Grundstück installiert. Die hohe Feuchtigkeit im Boden sorgt hier für eine besonders effiziente Wärmeaufnahme.
  • Hygiene & Komfort: Die Warmwasserbereitung erfolgt legionellensicher im Durchlaufprinzip über einen Multifunktionsspeicher – ideal für den wechselnden Bedarf in der Ferienwohnung.

Frau Sippel neben dem Hybridsystem

Kosten einer Sole-Wasser-Wärmepumpe

Wer sich für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe entscheidet, investiert in ein System mit den geringsten laufenden Betriebskosten. Zwar liegen die Anschaffungskosten aufgrund der Erschließung der Wärmequelle (Bohrung oder Kollektoren) über denen von Luftwärmepumpen, doch die überragende Effizienz und die lange Lebensdauer der Komponenten gleichen diese Anfangsinvestition über die Jahre mehr als aus.

Die folgenden Preise verstehen sich als Orientierungswerte für ein durchschnittliches Einfamilienhaus (ca. 7 kW Heizlast) inklusive funktionsnotwendigem Zubehör und fachgerechter Installation:

ErschließungsartDurchschnittliche Gesamtkosten*
Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Ringgrabenkollektorca. 28.000 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe Erdwärmekörbeca. 28.000 €
Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde inkl. Bohrungca. 34.500 €

Aufschlüsselung der Gesamtkosten

Im Internet finden sich oft widersprüchliche Aussagen zu den Preisen von Heizsystemen, die für Verbraucher schwer einzuordnen sind. Für die Installation einer Sole-Wasser-Wärmepumpe beim Heizungstausch in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus (ca. 140 m²) sollten Sie in der Praxis mit einem Investitionsrahmen zwischen 28.000 € und 40.000 € rechnen.

Da jedes Gebäude individuell ist, setzen sich diese Gesamtkosten aus verschiedenen Leistungsbausteinen zusammen:

1. Vorarbeiten & Rückbau

Bevor das neue System installiert wird, muss die alte Anlage fachgerecht entfernt werden.

  • Demontage der alten Heizung: Der Rückbau inklusive Entleerung und Entsorgung der Rohrleitungen, Pumpen und Speicher kostet ca. 500 € bis 1.000 €.
  • Öltankentsorgung (optional): Für die Demontage von Öltanks (Beispiel 3.000 l) fallen bei Kunststofftanks ca. 1.500 € und bei Stahltanks ca. 3.000 € an.

2. Grundinstallation der Wärmepumpe

Dieser Baustein umfasst das Kernstück Ihres neuen Heizsystems, inklusive aller notwendigen Komponenten und der Montagezeit (ca. 3 bis 5 Tage).

  • Basisinstallation: Diese beinhaltet die Wärmepumpe (z. B. NIBE S-Serie), die Inneneinheit, alle Rohrleitungen, Sicherheitseinrichtungen sowie die fachgerechte Dämmung.
  • Preisspanne: Abhängig von der ermittelten Heizlast und der Detailausführung liegt dieser Block zwischen 20.000 € und 30.000 €.
  • Erschließung der Wärmequelle: Kosten von 5.000 € - 15.000 €.
  • Inkludierte Leistungen: Hierin sind bereits der hydraulische Abgleich (Fördervoraussetzung), die elektrische Anbindung und die offizielle Anmeldung beim Netzbetreiber enthalten.

Ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit der Sole-Wärmepumpe ist die staatliche Unterstützung. Sofern die Installationskosten 30.000 € übersteigen, gewährt die KfW attraktive Zuschüsse.

Förderung für Ihre neue Erdwärmepumpe

Vater und Tochter beim Fahrradfahren üben

Fossile Heizung raus, hocheffiziente Technik rein – bis zu 16.500 € Förderung geschenkt.

Sie möchten Ihre Heizungsanlage modernisieren und auf eine nachhaltige Sole-Wasser-Wärmepumpe umsteigen? Ob Sie eine alte Gas- oder Ölheizung ersetzen oder eine in die Jahre gekommene Wärmepumpe gegen ein modernes Gerät tauschen möchten – mit staatlicher Förderung durch die KfW lohnt sich der Schritt in beiden Fällen. Wir führen Sie durch alle wichtigen Schritte und unterstützen Sie aktiv bei der Antragstellung, damit Sie unkompliziert an Ihre Zuschüsse kommen.

Der Weg zu Ihrer neuen Sole-Wasser-Wärmepumpe

1. Beratung & Planung: Der Grundstein


Da es keine pauschale Lösung gibt, beginnt jedes Projekt mit einer individuellen Analyse.

  • Bestandsaufnahme: Erstgespräch auf Basis vorhandener Haus- und Verbrauchsdaten – bei Neubauten auf Basis der Baupläne und des Energieausweises.
  • Vor-Ort-Termin: Besichtigung der Gegebenheiten (z. B. Aufstellort, Zählerplatz, Kellerzugang sowie Grundstücksverhältnisse für die Wärmequelle).
  • Heizlastberechnung: Ermittlung der benötigten Leistung (z. B. 12–16 kW für ein Standard-Einfamilienhaus), um die passende Wärmepumpe auszuwählen.
  • Fördercheck: Beratung zu KfW-Förderungen (bis zu 16.500 € oder in Einzelfällen 21.000 €) und Unterstützung bei der Antragstellung. Ergänzende Beratung zu lokalen Förderungen.

2. Vorbereitung & Rückbau


Bevor das neue System einzieht, muss Platz geschaffen werden. Bei Neubauten entfällt dieser Schritt.

  • Demontage: Ausbau der alten Rohrleitungen, Pumpen und Speicher sowie Abklemmen der Elektrik.
  • Entsorgung: Fachgerechter Abtransport und umweltgerechtes Recycling aller Altteile.
  • Spezialfall Öltank: Bei Ölheizungen erfolgt die professionelle Demontage von Kunststoff- oder Stahltanks.

3. Installation der Wärmequelle


Das Herzstück jeder Erdwärmepumpe ist die Erschließung der Wärmequelle – ob im Bestand oder im Neubau.

  • Erschließung der Wärmequelle: Je nach Grundstück und Budget wird die passende Variante realisiert – von der Tiefenbohrung über Erd- und Grabenkollektoren bis hin zu PVT-Kollektoren auf dem Dach.
  • Rohrleitungsverlegung: Verlegung der Soleleitungen vom Bohrloch bzw. Kollektor bis in den Aufstellraum der Wärmepumpe.
  • Befüllung & Entlüftung: Befüllen des Wärmequellenkreises mit Sole sowie sorgfältiges Entlüften für einen einwandfreien Betrieb.
  • Hauseinführung: Fachgerechte Einführung der Leitungen ins Gebäude und Anschluss bis zu Vor- und Rücklauf im Aufstellraum.

4. Installation & Technik


Die eigentliche Montage dauert typischerweise 3 bis 5 Tage, wobei die Einschränkungen bei Heizung und Warmwasser minimal gehalten werden.

  • Montage: Installation der Wärmepumpe (inkl. Warmwasser- und Pufferspeicher)
  • Elektroanschluss: Anbindung an den Haussicherungskasten und Anmeldung beim Netzbetreiber.
  • Heizungsanpassung: Spülung der alten Leitungen und ggf. Austausch von Thermostatventilen oder einzelnen Heizkörpern für maximale Effizienz.

5. Inbetriebnahme & Übergabe


Ein System ist erst dann fertig, wenn es perfekt eingestellt ist.

  • Hydraulischer Abgleich: Einregulierung der Heizungsventile und Pumpenleistung (zwingende Fördervoraussetzung).
  • Funktionsprüfung: Befüllen, Entlüften und Testen der gesamten Regelung.
  • Einweisung: Persönliche Erklärung der Einstellungen für den Nutzer.
  • Service-Paket: Übergabe der Unterlagen, Vorregistrierung der Herstellergarantie und Online-Betreuung (z. B. via myUplink).

Häufig gestellte Fragen zu Sole-Wasser-Wärmepumpen

Was ist der Unterschied zwischen Luft-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Der Hauptunterschied liegt in der Energiequelle: Während Luft-Wasser-Wärmepumpen die Außenluft nutzen, entzieht die Sole-Wasser-Wärmepumpe dem Erdreich die Energie. Da die Temperaturen im Boden das ganze Jahr über konstant bei ca. 8 bis 10 °C liegen, arbeitet das Sole-System besonders im tiefen Winter deutlich effizienter als eine Luftwärmepumpe. Zudem benötigt die Sole-Erdwärmepumpe kein Außengerät, was sie flüsterleise macht.

Benötige ich für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe eine Genehmigung?

Das hängt von der Erschließungsart ab. Eine Tiefenbohrung für Erdsonden erfordert in Deutschland eine wasserrechtliche Erlaubnis der unteren Wasserbehörde sowie eine Anzeige beim geologischen Landesamt. Flächenkollektoren oder Ringgrabenkollektoren sind hingegen meist nur anzeigepflichtig. Ihr NIBE Fachpartner unterstützt Sie bei der Beurteilung der Möglichkeiten vor Ort und vermittelt zertifizierte Spezialfirmen.

Wie viel Strom verbraucht eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Der Verbrauch ist dank der hohen Jahresarbeitszahl (JAZ) sehr gering. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein modernes Mehrfamilienhaus mit 602 m² Wohnfläche verbrauchte mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe lediglich 4.424 kWh Strom pro Jahr für Heizung und Haustechnik. Die exakte Menge hängt jedoch von der individuellen Heizlastberechnung und Ihrem Nutzerverhalten ab.

Wie lange hält eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?

Da das Aggregat im Hausinneren geschützt vor Witterungseinflüssen wie Frost, Hitze oder Feuchtigkeit aufgestellt wird, gelten Sole-Wasser-Wärmepumpen als extrem langlebig. NIBE bietet zudem Sicherheitsoptionen wie eine erweiterte Herstellergarantie von 5 bis zu 7 Jahren und spezielle Wärmepumpen-Versicherungen für bis zu 15 Jahre Schutz.

Alternativen zur Solewärmepumpe

Sie fragen sich, welche Alternativen es zu einer Sole-Wasser-Wärmepumpe gibt? NIBE hat für jedes Budget und jeden Geschmack die passende Wärmepumpe. Neben dem Heizen mit Erdwärme können Sie sich bei der Wärmegewinnung auch die Energie der Luft, des Grundwassers oder der Abluft zunutze machen.

NIBE S735

Abluft-Wärmepumpe

• Einsatzbereich: Einfamilienhaus und Mehrfamilienhaus
• Aufstellung im Haus ohne Außenarbeiten
• Besonders platzsparende Aufstellung
• Einfachste Abrechnung in Mietobjekten

NIBE S2125

Luft/Wasser-Wärmepumpe

• Einsatzbereich: Einfamilien- und Mehrfamilienhaus
• Wärmequelle nahezu überall verfügbar
• Auch im Bestand gut nachzurüsten
• Mit hohen Vorlauftemperaturen für Altbau
• „Plug-and-Play”-Systeme für jede Leistung

NIBE AMS 20

Luft-Wasser-Wärmepumpe (SPLIT)

• Einsatzbereich: Einfamilienhaus
• Kompakte Bauweise
• Schnell zu installieren
• Preiswertes System

NIBE MT WH21

Brauchwasser-Wärmepumpe

• Einsatzbereich: Einfamilienhaus und Wohnungen
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