Kosten für Wärmepumpen von NIBE

Anschaffung, Einbau, laufende Kosten

Bild: NIBE Preise Split-Wärmepumpe

Split-Wärmepumpen sind besonders preisgünstig

Wie viel kostet eigentlich eine Wärmepumpe inklusive Strom, Wartung und Förderung? Wir werfen einen Blick auf die verschiedenen Preise und die Wirtschaftlichkeit über 25 Jahre.

Des Weiteren zeigen wir Ihnen, welche Vorteile die Kombination einer Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage bringt. Außerdem können Sie sich in diesem Artikel einen groben Überblick über die Erfahrungen zufriedener Kunden verschaffen.

Über unsere Wärmepumpen

NIBE bietet Wärmepumpen in verschiedenen Ausführungen an. Dabei reicht das Produktportfolio von preiswerten Luft-Wasser-Wärmepumpen in Splitausführung über Luft-Wasser-Wärmepumpen in Monoblockausführung sowie Abluftwärmepumpen und Lüftungsgeräte bis hin zu Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Bohrung, Flächenkollektor oder Ringgrabenkollektor. Auch leistungsstarke Wärmepumpen mit besonders hoher Warmwasserkapazität bei gleichzeitig niedrigen Vorlauftemperaturen für die Heizung sind bei NIBE verfügbar.

Generell ist unser Produktkatalog sehr vielseitig und bietet eine große Ausstattungsvielfalt, die nahezu für jedes Szenario eine Lösung zur Verfügung stellt und häufig sogar förderfähig ist. Dementsprechend vielfältig sind auch die Preise für unsere Produkte. Bei den hier genannten Kosten handelt es sich um exemplarische Preise (für Standardausführungen), die Ihnen einen groben Eindruck vermitteln, mit welchen Kosten bei der Anschaffung einer NIBE Wärmepumpe zu rechnen ist. Genauere Informationen liefert immer ein konkretes Angebot eines Handwerkers oder eines Bauunternehmens.

Bild: NIBE Preise Luft-Wasser-Wärmepumpe

Luft-Wasser-Wärmepumpen: Hohe Effizienz, niedriger Preis

Preise für Wärmepumpen im Neubau (mit Einbau)

Bei den genannten Preisen für unsere Produkte handelt es sich immer um Preise für Wärmepumpen inklusive funktionsnotwenigen Zubehörs und der Installation der Wärmepumpe vor Ort in einem Neubau. Dabei schließt die Installation auch den Anschluss an das Wärmeverteilsystem sowie die Elektroinstallation ein. Das Wärmeverteilsystem (Heizkörper, Fußbodenheizung etc.) sowie der Stromanschluss des Hauses selber sind jedoch nicht mit inbegriffen.

Obwohl das Wärmeverteilsystem nicht im Preis inklusive ist, spielt die richtige Auswahl eine wichtige Rolle für den wirtschaftlichen Betrieb einer Wärmepumpe. Denn die Wärmepumpe arbeitet im Niedertemperaturbereich am effizientesten. Dementsprechend ist eine Flächenheizung zu empfehlen, da diese mit niedrigen Vorlauftemperaturen besonders gut harmoniert. So lassen sich Wärmebedarf und Heizkosten senken.

Durchschnittliche Kosten für NIBE Wärmepumpen im Vergleich

Art der Wärmepumpe

Durchschnittliche Anschaffungskosten*

Luft-Wasser-Wärmepumpe Splitausführung

14.000 €

Luft-Wasser-Wärmepumpe NIBE S2125

24.000 €

Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdsonde)

30.000 €

Sole-Wasser-Wärmepumpe (Ringgraben)

23.000 €

Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärmekörbe)

23.000 €

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

33.000 €

Abluft-Wärmepumpe

22.500 €

*Preise für eine Heizlast von ca. 7 kW und Warmwasser für einen 4-Personen-Haushalt, inkl. 19 % MwSt.

Split-Wärmepumpe ab 13.500 Euro

Wenn Sie beim Thema Heizung auf regenerative Energien setzen wollen, aber hohe Anschaffungskosten scheuen, ist eine Split-Wärmepumpe eine günstige aber dennoch zuverlässige und gute Lösung. Diese Variante der Luft-Wasser-Wärmepumpe besteht aus einer Außen- und einer Innenkomponente. Durch die dadurch besonders einfache Leitungsverlegung kann eine Split-Wärmepumpe im besten Fall bereits ab einem Preis von rund 12.000 Euro installiert werden.

Das dafür passende Produkt ist die NIBE SPLIT AMS 10, die insbesondere für Gebäude mit geringerem Wärmebedarf geeignet ist. Die empfohlene Gebäudeheizlast für diese Split-Wärmepumpe beginnt bei 6 Kilowatt (kW) und geht bis hin zu 13 kW (bei entsprechendem Modell der Serie). Die preislich nächsthöhere Kategorie stellt die NIBE Split HBS 05 dar, eine besonders flexible Systemlösung, die Gebäude mit einer Heizlast zwischen 6 und 20 kW versorgen kann.

Die Installation solcher Split-Anlagen erfordert besonderes kältetechnisches Fachwissen und muss mit großer Sorgfalt durchgeführt werden. Besonders wichtig für einen sicheren Betrieb ist die langfristige vollständige Dichtheit des Kältekreislaufs, der je nach Art und Menge des Kältemittels ggf. jährlich gewartet werden muss.

Luft-Wasser-Wärmepumpe ab 24.000 Euro

Als besonders beliebt gelten Luft-Wasser-Wärmepumpen in Monoblock Bauweise, da sie unkompliziert zu installieren sind und die Wärmequelle Luft überall bereits zur Verfügung steht. Sie eignen sich daher für das Beheizen der meisten Gebäude, solange diese in einem gewissen Umfang gedämmt sind. Bei NIBE deckt diese „Standardlösung” den kompletten Bedarf von kompakten, leichten Geräten für den Neubau bis hin zum Austausch im Ein- und Zweifamilienhaus ab. Für jeden Geschmack und jede Leistung haben wir das entsprechende Produkt in unserem Sortiment.

Generell überzeugen unsere Luft-Wasser-Wärmepumpen durch besonders hohe Leistung auch bei kalten Außentemperaturen und sind bereits ab 21.000 Euro erhältlich. Der Allrounder unteren unseren acht Produkten ist das Modell S2125 und F2120, das sowohl für den Neubau als auch für die Sanierung und den Heizungstausch geeignet ist. Der Preis für die Anschaffung liegt je nach Leistungsgröße bei ca. 24.000 Euro beginnend.

Sollten Sie planen, die S2125/F2120F im Zuge einer Sanierung mit Einzelmaßnahmen in einem Altbau zu installieren, können Sie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eine Förderung von mindestens 25 Prozent der förderfähigen Kosten - also bis zu 15.000 Euro als Zuschuss erhalten.

Falls Ihnen das nötige Kapital fehlt, können Sie den KfW-Kredit 261 für eine Gesamt-Sanierung zum Effizienzhaus in Anspruch nehmen. In diesem Fall erhalten Sie eine anteilige Förderung für die Wärmepumpe von 5 Prozent der Kreditsumme als Tilgungszuschuss. Je besser der erreichte Effizienzhausstandard, desto höher fällt die Förderung aus.

Bild: NIBE Preise Abluft-Wärmepumpe

Wärmepumpen eignen sich auch für große Wohnanlagen

Abluft-Wärmepumpe mit Lüftung ab 22.000 Euro

Besonders in Städten entstehen Neubauten häufig auf kleinen Grundstücken, auf denen wenig Platz für Erdwärme-Kollektoren oder eine Luft-Wärmepumpe übrigbleibt. Eine gute Lösung in diesem Fall: Abluft-Wärmepumpen, die ohne Bauarbeiten auf dem Grundstück auskommen. Diese Luft-Wasser-Wärmepumpen mit integrierter Lüftungsanlage überzeugen durch die kompakte Installation und ein angenehmes Raumklima. Der Clou an den Geräten ist die Wiederverwertung der warmen Abluft für das Heizen der Wohnung und die Warmwasserbereitung.

Bei uns können Sie sich zwischen zwei Produkten entscheiden: Die NIBE F730 und F750. Die Anschaffung inkl. Installation kann mit ca. 19.500 Euro kalkuliert werden. Die Jahresarbeitszahlen entsprechen denen einer Standard-Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sinnvoll einsetzbar sind Abluft-Wärmepumpen in gut gedämmten Gebäuden, die dem Effizienzhaus-Standard 40, 40 (Erneuerbare Energien-Klasse) oder 40 Plus entsprechen.

Eine Abluft-Wärmepumpe kann sich ebenfalls im Austausch rentieren, wenn Sie eine bereits bestehende Anlage durch eines der genannten Geräte ersetzen. Das BAFA fördert diese Investition nämlich mit mindestens 25 Prozent der förderfähigen Kosten. Alternativ gibt es über den KfW-Kredit 261 die Möglichkeit, eine Gesamtsanierung zum Effizienzhaus zu finanzieren und eine anteilige Förderung der Wärmepumpe über den Tilgungszuschuss zu erhalten. Die Höhe der Förderung variiert je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard. Im Neubau muss ein Effizienzhaus 40 mit Nachhaltigkeits-Klasse/QNG-Siegel erreicht werden, um die Kredit-Förderung zu erhalten.

Erd-Wärmepumpe (Sole) ca. 23.000 bis 33.500 Euro inklusive Wärmequelle

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe bezieht die Energie, die sie für Ihre Heizung nutzbar macht, direkt aus dem Erdreich und wird deswegen auch als Erd-Wärmepumpe bezeichnet. Sole-Wasser-Wärmepumpen profitieren dabei von der über das komplette Jahr konstanten Temperatur von 8 bis 10 Grad Celsius in der Erde, sodass zu jeder Zeit effizientes Heizen möglich ist.

Die Kosten für die Wärmepumpe selbst unterscheiden sich nicht sonderlich von denen einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Allerdings sind die Installationskosten für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe durch die Erschließung der Wärmequelle höher. Je nachdem, ob Grabenkollektoren genutzt werden oder ob Sondenbohrungen bei einem Fachbetrieb in Auftrag gegeben werden müssen, liegen die Gesamtkosten für eine Erdwärmepumpe von NIBE in einem Einfamilienhaus (Heizleistung 6 kW) bei 20.000 bis 29.000 Euro.

Mittelfristig gesehen ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe von NIBE aber eine gute Entscheidung - sowohl aus Umweltgesichtspunkten als auch in Fragen der Wirtschaftlichkeit. Die Betriebskosten für unsere insgesamt 16 verschiedenen Produkte sind besonders niedrig. Zudem können sie im Altbau (z. B. NIBE S1155) eine staatliche Förderung bekommen. So können Sie mit Zuschüssen des BAFA in Höhe von mindestens 25 Prozent der förderfähigen Investitionskosten von 60.000 Euro rechnen.

Damit ist die Anschaffung einer Sole-Wasser-Wärmepumpen im Bestandsbau effektiv auch kaum teurer (und teilweise sogar günstiger) als die meisten Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Wärmepumpe mit Photovoltaik ab 31.500 Euro

Wärmepumpen von NIBE gehören auch deshalb zu den effizientesten Heizungen auf dem Markt, weil sie bereits ab Werk über eine smarte Lösung zur Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage verfügen, mithilfe derer man Ökostrom produzieren und selber verbrauchen kann. Die Photovoltaik-Anlage stammt jedoch häufig nicht von NIBE und ist somit auch nicht im Preis der Wärmepumpe enthalten. Die Gesamtkosten für die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik bewegen sich zwischen ca. 27.500 und 45.000 Euro. Die große Preisspanne ist auf die verschiedenen Bauarten und auf den optionalen Stromspeicher zurückzuführen.

Den mit der Photovoltaik-Anlage erzeugten Ökostrom kann man dann unter anderem zum Betrieb der Wärmepumpe nutzen. Bei Bedarf können Sie bei NIBE auch komplette Systeme erhalten, bestehend aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage. Durch die Kombination mit einer Wärmepumpe lässt sich der Eigenverbrauchsanteil einer PV-Anlage erhöhen. Mit einem zusätzlichen Stromspeicher steigt der ist ein Eigenverbrauch. Zur Broschüre.

Förderung für fast alle Wärmepumpen von NIBE

Die Förderung für Wärmepumpen ist im Jahr 2022 auf einem guten Niveau. Solange die technischen Mindestvoraussetzungen (TMA) erfüllt werden, werden alle Wärmepumpen im Bestandsbau bzw. Altbau vom BAFA mit mindestens 25 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst. Noch lohnender wird es, wenn Sie im Rahmen einer Sanierung Ihre alte Ölheizung oder Gasheizung (Inbetriebnahme mindestens 20 Jahre her) durch eine Sole-Wasser-Wärmepumpe ersetzen, denn dann erhalten Sie sogar eine Förderung von bis zu 40 Prozent der Anschaffungskosten

Alternativ zur BAFA-Zuschuss-Förderung gibt es die Möglichkeit, mit dem Kredit KfW 261 ein Effizienzhaus neu zu bauen oder eine Gesamt-Sanierung zum Effizienzhausstandard umzusetzen. In dem Fall gibt es je nach Ausgangssituation (Neubau oder Sanierung) und erreichtem Effizienzhausstandard einen Kredit über bis zu 150.000 Euro mit Tilgungszuschuss zwischen 5 und 25 Prozent.

Wenn Sie nicht sicher sind, welche Förderungen 2022 noch gelten: Wir haben alle wichtigen Infos zu den aktuellen Förderungen für Sie zusammengefasst.

Bild: NIBE Wärmepumpen Preise weitere Kosten

Ein Smart Home System reduziert die laufenden Kosten der Heizung

Weitere Kosten rund um eine Heizung

Damit eine Zentralheizung auch funktioniert, braucht sie ein Wärmeverteilsystem, das dafür sorgt, dass die zentral erzeugte Wärme zu den Heizkörpern gelangt. Neben den altbekannten wandhängenden Heizkörpern stehen verschiedene Flächenheizungen zur Auswahl, die allerdings etwas teurer in der Anschaffung sind. So ist eine Fußbodenheizung für unser 160 Quadratmeter großes Beispielhaus in der Regel ab rund 9.500 Euro erhältlich. Wandhängende Heizkörper für ein ganzes Haus bekommt man dagegen schon ab etwa 9.000 Euro. Da die Wärmeverteilsysteme jedoch nicht von NIBE selber stammen, sind diese Angaben nur als ungefähre Näherungswerte zu verstehen, die im Einzelfall abweichen können.

Laufende Kosten, Wartung und Erfahrungen

Die Erfahrungen unserer Kunden zeigen, dass sich sowohl die laufenden Kosten als auch die Wartungskosten unserer Wärmepumpen, verglichen mit anderen Heizungen, im unteren Bereich bewegen. Die Wartungskosten belaufen sich auf ca. 380 Euro pro Wartung, bei den jährlichen Stromkosten kommt es auf das Gebäude und dessen Nutzung an. Die Wartung bezieht sich lediglich auf eine turnusgemäße Überprüfung der Funktion und der Betriebsparameter.

Sie muss von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Die Wartung von anderen Teilen der Wärmepumpen-Anlage ist durch den Hersteller nicht verpflichtend vorgegeben, aber dennoch sinnvoll. Wie bei anderen Heizungen auch, gehören dazu die Prüfung und im Fall der Fälle die Reinigung oder Nachbefüllung von z. B. Pumpen, Ventilen, Ausdehnungsgefäßen und Dichtungen. Zudem kann es Sinn machen, sich eine zum Wartungszeitpunkt aktuelle Software zu beschaffen, um neue Zubehör-Optionen zu nutzen.

Wirtschaftlichkeit

Speziell in Neubauten sind Wärmepumpen momentan das Maß der Dinge und gehören deshalb zu den meistverkauften Heizungen. Sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb sind sie in Sachen Wirtschaftlichkeit unschlagbar. Leider ist die großzügige BAFA-Förderung für Einzelmaßnahmen in Neubauten (und damit auch für Wärmepumpen) zum 01.01.2021 eingestellt worden. Ungeachtet dessen haben Wärmepumpen die Gasheizung im Neubau von ihrer bisherigen Spitzenposition verdrängt und werden diese Position auch zukünftig halten.

Seit 2021 wird die neue CO2-Abgabe fällig, wodurch die laufenden Kosten noch weiter steigen. Das hat zur Folge, dass Gasheizungen in der Anschaffung und damit auch in der Betrachtung der langfristigen Gesamtkosten deutlich teurer als Wärmepumpen und auch als Holzheizungen sind. Lediglich Fernwärme und Elektroheizungen sind wegen der hohen laufenden Kosten noch teurer in der Gesamtbilanz.

Im Folgenden betrachten wir ein Szenario mit einem Gebäude, welches einen Wärmebedarf von rund 20.000 kWh benötigt. In der Tabelle unten ist dargestellt, wieviel des genutzten Energieträgers Öl, Gas, Pellets oder el. Energie in kWh für das Erreichen des benötigten Wärmebedarfes benötigt werden. Dabei berücksichtigen wir die durchschnittliche Effizienzwerte.

Wärmebedarf

20.000 kWh

Wärmeerzeuger

Ölheizung (Brennwert)

Gasheizung
(Brennwert)

Luft/ Wasser Wärmepumpe

Genutzter Energieträger

Öl

Gas

El. Energie

Durchschnittliche Effizienz

0,85

0,9

3,5

Verbrauch in kWh

23.529

22.222

5.714


Zu erkennen ist, dass eine Luft/Wasser Wärmepumpe das 3,8 fache weniger benötigt, als zum Beispiel eine Gasbrennwertheizung.

Unter der Berücksichtigung der Strompreisanalyse des BDEW vom Juli 2022 liegt die kWh elektrische Energie bei rund 37,3 ct/kWh. Eine vergleichbare Analyse hat das BDEW für Gas im April 2022 durchgeführt. Für eine kWh Gas wurden hier durchschnittlich 13,77 ct/kWh angegeben. Eine kWh elektrische Energie kostet demnach ungefähr den Faktor 2,7 mehr, als eine kWh Gas. Die Wärmepumpe stellt allerdings mit einer kWh el. Energie das 3,5 fache an thermischer Energie zur Verfügung. Daher ist der Betrieb einer Wärmepumpe unter diesen betrachteten Randbedingungen günstiger, als der Betrieb einer Gasbrennwertheizung.

Die Preise am Energiemarkt unterliegen zum aktuellen Zeitpunkt starken Schwankungen. Beachten Sie dies bei Ihren eigenen Kalkulationen.

Bild: NIBE Wärmepumpe Preise Altbau

Auch im Altbau kann eine Wärmepumpe wirtschaftlich sein

Kosten für Wärmepumpen im Altbau

Grundsätzlich sind die Kosten für Wärmepumpen im Altbau die gleichen wie im Neubau. Zwar können Mehrkosten entstehen, wenn beispielsweise nachträglich eine Fußbodenheizung installiert wird, der alte Bodenbelag entfernt und der Estrich aufgestemmt werden muss. Und auch wenn Erdarbeiten zur Verlegung von Flächenkollektoren nötig sind, können Kosten entstehen, die im Neubau nicht in der Höhe anfallen, weil der erforderliche Bagger ohnehin schon vor Ort ist. Allerdings gleichen sich diese Mehrkosten dadurch aus, dass sie als Umfeldmaßnahmen förderfähig sind.

Wirklich als Zusatzkosten zu betrachten sind all diese Faktoren aber nicht, da die gleichen Arbeiten auch im Neubau anfallen. Allerdings sind diese in der Sanierung manchmal etwas teurer, weil sie sich hier weniger gut in den Gesamtablauf integrieren lassen. Weitere Kosten beim Heizungstausch kann eine Modernisierung des übrigen Heizungssystems verursachen. So kann es etwa nötig werden, das Heizsystem zu spülen, Umwälzpumpe oder Thermostatventile zu erneuern oder die Rohrleitungen neu zu isolieren. Diese Kosten würden jedoch, unabhängig vom Einbau einer Wärmepumpe, ohnehin anfallen.

Alle Preise können variieren.

Stand: 11/2022

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