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Wohnzimmer im Altbau

KfW 55 im Altbau: Kosten für energetische Sanierung & Beispiele

Effizienzhaus 55 und alle weiteren Stufen von EH 40 bis EH 85: So fördert die KfW die Sanierung Ihres Altbaus.

Anforderungen und Förderung im Überblick

Angesichts der anhaltend hohen Energiekosten und einer attraktiven Förderung lassen immer mehr Hausbesitzer ihren Altbau auf einen KfW Effizienzhausstandard sanieren. Dabei handelt es sich um einen anspruchsvollen Standard der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der auch im Altbau mit einem systemischen und umfassenden Vorgehen erreicht werden kann. Dadurch sinken die Heizkosten und die CO2-Emissionen. Der Altbau wird zukunftsfähig und nachhaltig saniert. Abhängig von der erreichten Effizienzhaus-Stufe erhalten Sie attraktive Kredite und einen Tilgungszuschuss, den Sie nicht zurückzahlen müssen. Je höher der erreichte Standard, umso höher ist die Förderung.

Welche Anforderungen Sie erfüllen müssen, wenn Sie Ihren Altbau zu einem Effizienzhaus sanieren lassen, können Sie im folgenden Artikel erfahren. Außerdem zeigen wir Ihnen, welche Effizienzhausstandards mit welchen Summen gefördert werden.

Wärmepumpe für den Altbau

Fußbodenheizung im Altbau

Heizkörper für Wärmepumpen im Altbau

Über das Effizienzhaus und seine Stufen

Die KfW fördert die Sanierung zum Effizienzhaus mit einem zinsgünstigen Kredit. Die Kredite können mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren planungssicher vergeben werden. Pro Wohneinheit kann eine Kreditsumme von bis zu 150.000 € aufgenommen werden. Die Kreditsumme muss nicht vollständig zurückbezahlt werden. Die Förderung enthält, je nach erreichter Effizienzhaus-Stufe und den erfüllten Boni, einen Tilgungszuschuss von bis zu 40 % der Kreditsumme, den Sie nicht zurückzahlen müssen.

Beim Effizienzhaus handelt es sich um ein Gebäude, das durch seine Bauart und die installierte Gebäudetechnik besonders energieeffizient ist. Doch wann ist das Gebäude ein Effizienzhaus? Entscheidend ist, einen sogenannten Effizienzhaus-Standard zu erreichen. Dieser wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) definiert. Bewertet wird der Energiebedarf und die Dämmung des Gebäudes im Vergleich zu den gesetzlichen Vorgaben für einen Neubau.

Das Erreichen der jeweiligen Effizienzhaus-Standards ist eng an die Einhaltung des maximal zulässigen Primärenergiebedarfs und den maximal zulässigen Transmissionswärmeverlust gekoppelt. Der Primärenergiebedarf beschreibt die Gesamtheit des Energiebedarfs eines Gebäudes. Der Transmissionswärmeverlust beschreibt die Wärmeverluste des Gebäudes. Damit wird sowohl die Effizienz der Heizung als auch die Bauqualität des Gebäudes bewertet. Als Altbau gelten Gebäude, deren Bauantrag bei Antragstellung mindestens 5 Jahre zurückliegt. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der einzelnen Effizienzhaus-Stufen und der Förderung.

Ausgangspunkt ist ein im Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, vormals Gebäudeenergiegesetz) beschriebenes Referenzgebäude. Das Referenzgebäude ist kein reales Gebäude, es beschreibt lediglich einen rechnerischen Vergleichswert. Aktuelle Neubauten benötigen häufig weniger als die Hälfte der Energie, die das Referenzgebäude benötigen würde. Es gilt als Vergleich mit der Grundlage KfW 100 (= 100 Prozent). Dabei gibt die Zahl an, wie energieeffizient das Gebäude im Vergleich zum Referenzhaus ist. Ein KfW 55 Altbau darf z.B. nur 55 Prozent des Energiebedarfs eines KfW 100 Gebäudes haben, das Effizienzhaus KfW 40 nur 40 Prozent. Kurz: Je niedriger die Kennzahl, desto höher der Standard. Ein Effizienzhaus 55 entspricht den gesetzlichen Vorgaben für einen Neubau.

Seit dem 21. Juli 2026 wird eine Effizienzhaus-Stufe nur noch gefördert, wenn sie zusätzlich die Erneuerbare-Energien-Klasse (EE-Klasse) oder die Nachhaltigkeits-Klasse (NH-Klasse) erfüllt. Für die EE-Klasse müssen mindestens 65 Prozent des Energiebedarfs für Wärme und Kälte aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gedeckt werden. Wird das Haus ausschließlich mit einer Wärmepumpe beheizt, ist diese Anforderung erfüllt. Die NH-Klasse wird über ein Nachhaltigkeitszertifikat nachgewiesen (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude PLUS, QNG PLUS) und erhöht den Tilgungszuschuss um 5 Prozentpunkte. Der Nachweis erfolgt durch einen Energieberater. Die Baubegleitung durch einen Energieberater ist ebenfalls förderfähig.

Sogenannte „Worst Performing Buildings“ (WPB) werden mit einem zusätzlichen Bonus von 10 Prozentpunkten auf den Tilgungszuschuss gefördert. Dabei handelt es sich um Gebäude, die aufgrund ihres energetischen Zustands zu den schlechtesten des deutschen Gebäudebestands gehören.

Zu diesen Gebäuden gehören z.B. Einfamilienhäuser, die im Energieausweis zur Klasse H gehören oder einen Jahres-Endenergiebedarf von mehr als 300 kWh/m² benötigen. Unsanierte Mehrfamilienhäuser mit mehr als 5 Wohneinheiten und einem Baujahr 1957 oder früher gehören ebenfalls pauschal in diese Gruppe.

Ein weiterer Bonus von 15 Prozentpunkten wird für eine serielle Sanierung gewährt, also die Sanierung mit abseits der Baustelle vorgefertigten Fassaden- oder Dachelementen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit entfallen die letzten beiden Zusätze in der folgenden Tabelle.

Effizienzhaus-Standards der KfW im Förderprogramm 261

Seit dem 21. Juli 2026 fördert die KfW im Programm 261 nur noch Effizienzhaus-Stufen mit Erneuerbare-Energien-Klasse (EE) oder Nachhaltigkeits-Klasse (NH). Die Prozentwerte geben den Tilgungszuschuss auf den Förderkredit an, die Euro-Beträge beziehen sich auf den maximalen Kredit von 150.000 € pro Wohneinheit.

Effizienzhaus-StufeTilgungszuschuss EE-KlasseTilgungszuschuss NH-KlasseTechnische Anforderung (max. Anteil vom Referenzwert EH 100)
Effizienzhaus 4010 % (bis 15.000 €)15 % (bis 22.500 €)Primärenergiebedarf 40 %, Transmissionswärmeverlust 55 %
Effizienzhaus 555 % (bis 7.500 €)10 % (bis 15.000 €)Primärenergiebedarf 55 %, Transmissionswärmeverlust 70 %
Effizienzhaus 700 %, nur zinsgünstiger Kredit5 % (bis 7.500 €)Primärenergiebedarf 70 %, Transmissionswärmeverlust 85 %
Effizienzhaus 850 %, nur zinsgünstiger Kredit5 % (bis 7.500 €)Primärenergiebedarf 85 %, Transmissionswärmeverlust 100 %
Effizienzhaus Denkmal5 % (bis 7.500 €)10 % (bis 15.000 €)Primärenergiebedarf 160 %

Zusätzlich zu diesen Grundwerten gibt es zwei Boni, die auf den Tilgungszuschuss aufgeschlagen werden und miteinander kombinierbar sind:

  • Worst Performing Building (WPB): plus 10 Prozentpunkte. Möglich für die Stufen 40 und 55 (jeweils EE und NH) sowie für 70 EE.
  • Serielle Sanierung: plus 15 Prozentpunkte. Möglich für die Stufen 40 und 55 (jeweils EE und NH).

Der höchstmögliche Tilgungszuschuss liegt damit bei 40 Prozent, erreichbar mit einem Effizienzhaus 40 NH kombiniert mit WPB und serieller Sanierung. Das entspricht bis zu 60.000 € pro Wohneinheit.

Welche Effizienzhaus-Stufe für Ihren Altbau?

Für viele Altbauten ist der KfW-55-Standard in der EE-Klasse ein sinnvolles Ziel, weil er solide energetische Anforderungen mit einer noch gut erreichbaren Umsetzung verbindet. Seit dem 21. Juli 2026 setzt jede geförderte Effizienzhaus-Stufe die EE-Klasse oder die NH-Klasse voraus. Mit einer Wärmepumpe erfüllen Sie die EE-Klasse, also einen Anteil von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien, ohne zusätzlichen Aufwand.

Die Wärmepumpe sichert Ihnen damit die Förderfähigkeit und senkt wegen ihrer hohen Effizienz zugleich dauerhaft die Heizkosten. 

Doch nicht jeder hat das nötige Budget oder ein dafür geeignetes Gebäude, um diesen Effizienzhaus-Standard zu erreichen. 

Anspruchsvoll sind z.B. denkmalgeschützte Bauten oder Fachwerkhäuser. Der KfW-55-Standard ist hier entweder gar nicht oder nur unter unverhältnismäßig hohen Kosten zu erreichen. Das gilt erst recht für das KfW-Effizienzhaus 40. Für denkmalgeschützte Häuser lohnt die Prüfung der Klasse „Effizienzhaus- Denkmal“ mit geringeren energetischen Anforderungen. Letztlich muss aber jeder selbst entscheiden, welchen Standard er sich leisten kann und welcher zu seinem Haus passt.

Wie viel sparen Sie bei den Heizkosten?

Ausgehend von unserem NIBE Referenzhaus mit 160 Quadratmetern Wohnfläche, einem jährlichen Wärmebedarf von 28.000 Kilowattstunden und einer 10 Jahre alten Öl-Brennwertheizung müssen Sie mit Heizkosten von rund 4.600 Euro (Jahr 2026: 2.800 l x 1,65 €/l) pro Jahr rechnen. Wenn Sie Ihren Altbau auf KfW 55 sanieren, zusätzlich die EE-Klasse erreichen und eine Sole/Wasser-Wärmepumpe installieren (Jahr 2026: 7.000 kWh x 0,3 ct/kWh = 2.100 €), können Sie Heizkosten von rund 2.500 Euro pro Jahr sparen.

Wie kann man die Heizlast bestimmen?

Im digitalen Zeitalter gibt es für alles eine Software-Lösung: So auch für die Berechnung der Heizlast. Hier stehen diverse PC-Programme zur Verfügung. Für alle, die nicht sofort in ein solches Programm oder eine Dienstleitung investieren wollen, besteht aber auch die Möglichkeit, die Heizlast nach DIN EN 12831-1 „Heizungsanlagen in Gebäuden – Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast“ - also den Wärmebedarf eines Gebäudes - selber abzuschätzen.

Als Faustformel gilt:

Quadratmeter des Hauses x spezifischer Wärmebedarf / Betriebsstunden = Heizlast = Heizleistung

Ein Beispiel: Ein Einfamilienhaus Bj. 1985 mit 160 Quadratmetern Wohnfläche und einem spezifischen Wärmebedarf von 120 Watt je Quadratmeter hat eine Heizlast von 19.200 kWh. Bei ca. 2.200 Betriebsstunden ergibt sich daraus 19.200 kWh / 2.200 Betriebsstunden gleich 8,7 kW. Das heißt, die Heizung braucht eine Heizleistung von ca. 9 kW.

Der spezifische Wärmebedarf lässt sich grob aus dem Baujahr eines Gebäudes abschätzen.

BaujahrHeizlast pro m²Beschreibung
ab 200936-38 W/m²KfW-Effizienzhaus / EnEV 2009+
2002–200843-45 W/m²EnEV 2002
1995–200164-67 W/m²3. Wärmeschutzverordnung
1984–199495-99 W/m²2. Wärmeschutzverordnung
1978–1983110-115 W/m²1. Wärmeschutzverordnung
vor 1977157-163 W/m²ohne Wärmeschutzverordnung

myUplink für NIBE Wärmepumpen

Mutter und Sohn binden einen Blumenstrauß

Beispiel: KfW 40 EE mit Wärmepumpe durch Sanierung erreichen

Anhand des Effizienzhaus-Standards KfW 40 EE wollen wir Ihnen einmal beispielhaft zeigen, wie viel Sie für eine Sanierung zum KfW 40 EE ausgeben müssen und wie viel Sie durch Förderung einsparen. Nachfolgend finden Sie eine Tabelle zur besseren Übersicht.

Beispiel-Sanierung KfW 40 EE mit Wärmepumpe

SanierungFörderkreditTilgungszuschussEinsparung
Dämmung (Aufsparrendämmung mit Eindeckung/Zwischensparrendämmung, WDVS, Perimeterdämmung, Kellerdecke, Kellerboden)ca. 60.390 €10 %ca. 6.039 €
Fenster (3-fach verglast, 12 Stück)ca. 7.800 €10 %ca. 780 €
Lüftungsanlageca. 11.000 €10 %ca. 1.100 €
Luft-Wasser-Wärmepumpe NIBE S2125 inkl. Grundinstallation*ca. 32.000 €10 %ca. 3.200 €
Kosten gesamtca. 111.190 €
Tilgungszuschuss gesamtca. 11.119 €

Heizung: Wärmepumpe fürs Effizienzhaus

Um den Standard KfW 40 EE zu erreichen, ist die Anschaffung einer Wärmepumpe mit passender Leistung faktisch Pflicht. Hybridheizungen auf Basis fossiler und erneuerbarer Energien kosten beim Kauf ohnehin meist mehr Geld. Die Anschaffung einer Wärmepumpe zur alleinigen Abdeckung der Heizlast ist also nicht nur sinnvoll, sondern auch preiswerter. Mit ihr erfüllen Sie zugleich die für die Förderung vorausgesetzte EE-Klasse, also den Anteil von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien.

Eine gute Option ist in diesem Zusammenhang auch, die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage. Diese trägt erheblich zum Erreichen des Standards KfW 40 EE bei. Zudem senkt der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stromes die Heizkosten der Wärmepumpe. NIBE bietet mit PV-Smart die Möglichkeit, den Eigenverbrauch durch eine Smart Home Solution weiter zu erhöhen und die Kombination aus Wärmepumpe und PV-Anlage optimal aufeinander abzustimmen.

Zur Verfügung stehen hier Luft/Wasser-Wärmepumpen oder Sole/Wasser-Wärmepumpen mit besonders hoher Effizienz im Bestandsbau.

Wärmepumpenberatung bequem vor Ort

Sie möchten Ihre Heizkosten senken und nachhaltig heizen? Mit einer Wärmepumpe von NIBE profitieren Sie von modernster Technologie und maximaler Energieeffizienz. Starten Sie jetzt Ihre Anfrage und erhalten Sie eine unverbindliche Beratung durch einen qualifizierten Installateur. Gemeinsam finden wir die optimale Lösung für Ihr Zuhause – schnell, kostenfrei und individuell.


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Aktuelle Förderungen von Wärmepumpen-Heizungen

Alternativ zur systemischen Sanierung zum Effizienzhaus können Sie die Wärmepumpe auch als Einzelmaßnahme über die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) fördern lassen. Die KfW berechnet den Zuschuss anhand der förderfähigen Kosten: Für die erste Wohneinheit sind maximal 28.000 € förderfähig, für die 2. bis 6. Wohneinheit je 15.000 € und ab der 7. Wohneinheit je 8.000 €. Der Betrag für die erste Wohneinheit sinkt ab dem 01.02.2027 halbjährlich um 750 €. Die Euro-Beträge in der Tabelle zeigen den Zuschuss für ein Einfamilienhaus mit den vollen 28.000 € förderfähigen Kosten.

FörderartFördersatzZuschuss bei 28.000 €Bedingungen
Grundförderung30 %8.400 €Für alle förderfähigen erneuerbaren Heizsysteme, darunter die Wärmepumpe.
Klimageschwindigkeitsbonus16 %4.480 €Für selbstnutzende Eigentümer beim Austausch einer funktionstüchtigen Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- oder Nachtstromspeicherheizung, oder einer mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung. Sinkt ab dem 01.02.2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte.
Einkommensabhängiger Bonus40 %, 30 % oder 10 %11.200 € / 8.400 € / 2.800 €Für selbstnutzende Eigentümer, gestaffelt nach Haushaltsjahreseinkommen: 40 % bis 30.000 €, 30 % bis 40.000 €, 10 % bis 50.000 €. Mit mindestens einem Kind im Haushalt steigt die jeweilige Grenze um 10.000 €.
Gesamtförderungbis 70 %, mit niedrigem Einkommen bis 80 %max. 19.600 € bzw. 22.400 €Die Summe aller Fördersätze ist gedeckelt: in der Regel bei 70 %, bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 € (mit Kind bis 40.000 €) bei 80 %.

Die Beantragung einer Wärmepumpenförderung erfolgt über die KfW. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf unserer Seite “Förderung für Wärmepumpen”.

Viele Städte, Gemeinden und Versorger bieten zusätzliche Wärmepumpen-Förderungen. Der Fördernavigator von BWP hilft Ihnen, diese lokalen Förderungen gezielt zu finden.

Dämmung: Sanierungs-Reihenfolge beachten

Bevor die Heizlast für die Heizung berechnet und die Heizung ausgewählt und installiert wird, gilt es das Gebäude zu dämmen. Ansonsten wird sich die Heizung nicht ausreichend amortisieren, da sie überdimensioniert wird. Um den Dämmstandard für die Stufe KfW 40 zu erreichen, darf der Transmissionswärmeverlust 40 Prozent des Effizienzhaus 100 nicht überschreiten. Insgesamt sind sehr umfangreiche und teure Dämm-Maßnahmen nötig, um den Standard KfW 40 zu erreichen. Diese können auch schnell teurer werden als in unserem Beispiel. Erreicht wird damit allerdings auch der Standard eines modernen Neubaus.

Fenster: 3-fach oder 2-fach verglast?

Moderne Fenster sind sowohl als 2-fach Verglasung als auch als 3-fach Verglasung erhältlich. Sie sind ebenfalls vor der Berechnung der Heizlast in die Planung mit einzubeziehen, um die richtige Größe der Heizung zu ermitteln. Um den Standard KfW 40 zu erreichen, sind jedoch meist 3-fach Verglasungen erforderlich. In unserem Musterhaus gibt es 12 Fenster (3-fach verglast). Die Kosten dafür liegen bei 650 Euro pro Fenster (mit Einbau), zusammen also bei 7.800 Euro.

Lüftung: Zentrale Anlage nötig

Zu einem Effizienzhaus gehört heutzutage in aller Regel auch eine Lüftungsanlage, um Problemen mit Schimmel vorzubeugen und energiesparend zu lüften. Das ist häufig notwendig, um den Standard KfW 40 zu erreichen, da andernfalls zu viel Heizenergie aufgewendet werden muss, um das Gebäude/die Räume/den Raum nach dem Lüften wieder aufzuheizen. Die Kosten für solch eine Anlage liegen bei rund 11.000 Euro.

Ihr Weg zum KfW-Effizienzhaus

Zunächst einmal müssen Sie einen Energieeffizienz-Experten aus der Expertenliste für Förderprogramme des Bundes einbinden. Dieser berät umfassend und erstellt danach die für den Antrag bei der KfW benötigte „Bestätigung zum Antrag“ (BzA), die bei einer Sanierung zum Effizienzhaus zwingend vorgeschrieben ist. Zudem benötigen Sie einen Finanzierungspartner (z.B. Ihre Hausbank).

Über diesen Finanzierungspartner ist der Antrag auf Grundlage der BzA VOR Beginn der Bauarbeiten bei der KfW zu stellen. Außerdem müssen Sie mit dem Partner einen Kreditvertrag abschließen, da der Kredit der KfW über diesen Finanzierungspartner ausgezahlt wird. Nun kann die Sanierung vor Ort beginnen.

Während und nach Ende der Sanierung prüft der Energieeffizienz-Experte die korrekte Durchführung der Arbeiten. Zum Schluss erstellt er die „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD) und schickt diese über den Finanzierungspartner an die KfW. Die KfW schreibt den Tilgungszuschuss anschließend Ihrem Kreditkonto gut und reduziert damit Ihre Restschuld.

Auf KfW-Vorgaben und Förderung verzichten?

Wer genug Geld hat, kann natürlich auch auf die Förderung der KfW verzichten.So braucht man die strengen Vorgaben der KfW für Sanierungen zum Effizienzhaus nicht einzuhalten. Zu empfehlen ist das aber nicht, es sei denn, Geld und der Schutz der Umwelt spielen für Sie keine Rolle.

Schließlich haben die hohen KfW-Standards auch eine positive Seite: Zwar erhöhen Sie die Anschaffungs- bzw. Sanierungskosten. Vor allem senken Sie aber den Verbrauch von Energie zum Heizen. Diese Einsparungen, ergänzt um die Förderung, wiegen die Mehrkosten bei der Sanierung mittel- bis langfristig deutlich auf. Kurz: Wer investiert, spart erheblich. Das gilt umso mehr, je höher die Energiekosten künftig steigen.

Fazit von NIBE

Der KfW-Effizienzhaus-Standard gibt Hausbesitzern die Möglichkeit, staatliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen, wenn sie ihr Haus entsprechend der Anforderungen für diesen Standard sanieren. Gefördert werden die Stufen 40, 55, 70, 85 und Denkmal, jeweils in der Erneuerbare-Energien-Klasse (EE) oder der Nachhaltigkeits-Klasse (NH). In der Sanierungspraxis ist der KfW-55-Standard ein häufig gewähltes Ziel, weil er solide Anforderungen mit einer noch erreichbaren Umsetzung verbindet.

Es gilt, den passenden Standard für die Immobilie zu finden, denn jede Sanierung ist individuell. Ihr Energieeffizienz-Experte wird Sie bei der Auswahl unterstützen.

Für welchen Standard Sie sich auch entscheiden, Wärmepumpen sind wegen ihrer enormen Effizienz sehr hilfreich, wenn es darum geht, einen Effizienzhaus-Standard zu erreichen. NIBE bietet hier eine Vielzahl von sehr effizienten Luftwärmepumpen, Erdwärmepumpen und Abluftwärmepumpen, die für den Einsatz im Bestandsgebäude Verwendung finden.

Die Vorteile einer Sanierung zum Effizienzhaus mit einer Wärmepumpe liegen auf der Hand: Zum einen gibt es hohe Förderung. Zum anderen senken die Sanierungsmaßnahmen die Heizkosten erheblich, sodass sich die Investition mittel- bis langfristig amortisiert. Der Wert der Immobilie steigt dadurch deutlich.

Gas und Öl werden nicht mehr zum Heizen verbrannt und Sie schonen so die Umwelt.

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