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Wärmepumpenheizung von NIBE

Alles was Sie wissen müssen

Bild: Wärmepumpenheizung

Umweltfreundliche Technologie: Wärmepumpenheizungen von NIBE

Die Wärmepumpenheizung wird hierzulande als Heizung der Zukunft angepriesen. Dabei stand sie lange in der Kritik: Zu teuer, zu laut und zu unzuverlässig. Tatsächlich handelt es sich bei der Wärmepumpe jedoch um eine etablierte Technik.

Wärmpumpenheizungen von NIBE werden in Skandinavien - wo die Winter bekanntlich sehr lang und kalt sind - bereits seit Jahrzehnten erfolgreich betrieben. Und auch in Deutschland wurden bereits 1,1 Millionen Wärmepumpen in Bestand und Neubau installiert Was Sie über Wärmepumpenheizungen wissen müssen, können Sie im folgenden Artikel nachlesen.

Test: Passt eine Wärmepumpe zu Ihnen?

Der Wärmepumpenheizung wird immer wieder nachgesagt, sie sei sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb teuer. Außerdem würden sich Wärmepumpenheizungen - wenn überhaupt - nur in Neubauten lohnen, im Winter nicht genügend Energie liefern und viel Platz brauchen. Zudem sei die Technik nicht ausreichend erprobt, bzw. nicht mit der alten Heiztechnik kompatibel.

Tatsächlich sind Wärmepumpenheizungen in den vergangenen Jahren immer effizienter und damit günstiger geworden. Der benötigte Wärmepumpenstrom kann zu einem vergünstigten Tarif bezogen oder anteilig über eine eigene Photovoltaikanlage erzeugt werden. Die Kritik ist also nicht (mehr) berechtigt. Um herauszufinden, ob eine Wärmepumpenheizung wirklich zu Ihnen bzw. zu Ihrem Haus passt, sollten Sie sich einfach die folgenden Fragen stellen:

  • Ist Ihr Haus 80 bis 250 Quadratmeter groß?
    Dann ist Ihr Haus grundsätzlich für den Einbau einer Wärmepumpenheizung geeignet. Eine bereits erfolgte Wärmedämmung des Hauses ist von Vorteil jedoch nicht Voraussetzung.

  • Ist die übrige Heizungstechnik max. 45 Jahre alt?
    Dann sollte Ihr Haus zumindest über Plattenheizkörper verfügen. Diese sind für die Kombination mit einer Wärmepumpe meist gut geeignet. Besser geeignet ist allerdings eine Fußbodenheizung (Man kann eine Fußbodenheizung nachträglich fräsen lassen) oder Heizkörper für niedrigere Temperaturen (können ebenfalls nachträglich installiert werden).
  • Suchen Sie ein simples System?
    Die Wärmepumpenheizung hat im Vergleich zu Gasheizungen oder Ölheizungen nur wenige Bauteile und ist wartungsarm. Das spart Kosten und sorgt für einen zuverlässigen Betrieb.

  • Möchten Sie die CO2 Steuer umgehen?
    Auf eine Wärmepumpenheizung, die mit Strom betrieben wird, entfällt keine zusätzliche CO2-Steuer - im Gegensatz zu Ölheizungen und Gasheizungen deren Brennstoffe so besteuert werden. Das spart vor allem perspektivisch viele Heizkosten.

  • Möchten Sie unabhängig(er) von Gas oder Öl werden?
    Wärmepumpen werden meist mit Strom betrieben. Für diesen besteht ein hohes Maß an Versorgungssicherheit. Dabei kann der Strom neben der klassischen Erzeugung mit fossilen Brennstoffen auch aus erneuerbaren Energien hergestellt werden.

Wärmepumpen für jeden Anwendungsfall

Wärmepumpenheizungen der neuesten Generation können eigentlich überall eingesetzt werden. Egal ob Neubau, Altbau, groß oder klein, Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus, ob mit Photovoltaik oder ohne und mit Kaskadenschaltung oder ohne - es gibt für fast jedes Szenario die passende Wärmepumpenheizung.

Voraussetzung ist, dass sie zum Heizsystem passt. Grundsätzlich gilt: Flächenheizkörper sind für fast alle Wärmepumpen geeignet und können mit einer Vorlauftemperatur von nur 35 Grad betrieben werden. Für normale Heizkörper sind Wärmepumpen dann geeignet, wenn die Vorlauftemperatur der aktuellen Heizung nicht höher als 55 Grad liegt.

Wärmepumpenheizung & Heizkörper

Heizungstechnik

Vorlauftemperatur

Bau-Standard

Für Wärmepumpenheizung geeignet?

Fußbodenheizung

max. 35 °C

Neubau

Ja (für fast alle Wärmepumpenheizungen)

Heizkörper

max. 55 °C

Altbau, unsaniert

Ja („Wärmepumpen Ready“)

Bild: NIBE Wärmepumpenheizungen

Welche Wärmepumpenheizung ist die beste für Ihr Haus?

Kosten für Wärmepumpenheizungen von NIBE

Die Wärmepumpenheizung steht im Ruf in der Anschaffung teuer zu sein. Doch ist das tatsächlich so? In den folgenden Kapiteln wollen wir anhand von konkreten Beispielen vergleichen, wieviel man für eine Gasheizung, eine Ölheizung oder eine Holzheizung bezahlen muss und wieviel eine Wärmpumpenheizung kosten kann.

Im Neubau

Im Neubau ist die Wärmepumpenheizung mit Kosten von ca. 16.500 bis 25.000 Euro im Vergleich mit Ölheizungen oder Gasheizungen die günstigste Variante. Um die Vorschriften des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für Neubauten zu erfüllen, brauchen Gasheizungen oder Ölheizungen zusätzlich noch wenigstens eine Solaranlage und/oder eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Dadurch kosten diese dann bereits mehr als eine Wärmepumpe. Holzheizungen sind ähnlich teuer.

Insgesamt kostet eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 16.500 bis 20.000 Euro ungefähr so viel wie die Hauselektrik inklusive Einbau der Elektroinstallationsfirma und Anschluss durch den Stromversorger. Auf die Gesamtkosten des Hauses von ca. 430.000 Euro berechnet (Massivhaus, 160 m²) sind das ca. 3,5 bis 4,5 Prozent der Rechnung. Die Kosten der Wärmepumpenheizung in einem Neubau liegen pro Quadratmeter bei ca. 105 bis 125 Euro.

Im Altbau - inklusive Förderung

In Altbauten lohnt sich der Einbau einer Wärmepumpenheizung meistens auch, da der Staat den Einbau von Wärmepumpen besonders fördert. Auf diese Weise kann man bis zu 40 Prozent der Kosten bzw. max. 24.000 Euro als Zuschuss erhalten. Ölheizungen und Gasheizungen werden dagegen gar nicht mehr gefördert - nicht mal wenn es sich um eine Hybridheizung mit Komponente auf Basis erneuerbarer Energien handelt.

Außerdem steigt der Anschaffungspreis einer Gasheizung bzw. einer Ölheizung durch die zusätzliche Komponente (z. B. Solarthermie-Anlage) schnell auf über 20.000 Euro. In Kombination mit einer Holzheizung oder nur mit einer Holzheizung steigen die Kosten sogar noch weiter. Die Wärmepumpe ist dadurch auch im Altbau häufig die günstigste Heizung.

Heizkosten mit einer Wärmepumpenheizung

Die Wärmepumpenheizung ist nicht nur in der Anschaffung vergleichsweise günstig. Auch bei den Betriebskosten steht sie sehr gut da. Dabei schneiden Erd-Wärmepumpen etwas besser ab als Luft-Wärmepumpen. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht zu den jährlichen Heizkosten.

Wärmepumpenheizung & Heizkosten

Gebäude

Wärmepumpenheizung

Kosten pro kWh

Heizkosten / Stromkosten pro Jahr

Neubau 12.000 kWh

Luft-Wasser

0,30 € / kWh

ca. 1.030 €

Sole-Wasser

0,30 € / kWh

ca. 800 €

Altbau 32.000 kWh

Luft-Wasser

0,30 € / kWh

ca. 2.740 €

Sole-Wasser

0,30 € / kWh

ca. 2.130 €


Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren

Wer unabhängiger vom Stromanbieter werden möchte, kann seine Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage kombinieren. Die Kosten für eine 6 Kilowattpeak PV-Anlage liegen im Neubau bei ca. 8.500 Euro, die für einen Stromspeicher bei ca. 7.000 Euro. Im Altbau muss dagegen individuell kalkuliert werden, da zusätzliche Kosten z. B. für die Stabilisierung des Dachstuhls entstehen können.

Insgesamt ist für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit PV mit Kosten von 23.000 bis 28.000 Euro im Neubau zu rechnen. Für eine mit PV und Stromspeicher müssen Sie Kosten von 30.000 bis 37.000 Euro kalkulieren. Wie hoch die Einsparungen bei den Betriebskosten durch diese Investition sind, können Sie in der folgenden Tabelle einsehen

Wärmepumpe & Photovoltaik - Einsparungen

Wärmepumpe

Photovoltaik

Ersparnisse der Betriebskosten pro Jahr

Luft-Wasser

ohne Stromspeicher

ca. 40 %

Luft-Wasser

mit Stromspeicher

ca. 60 %


Bild: Wärmepumpenheizung mit Photovoltaik

Die Wärmepumpenheizung mit Photovoltaik kombinieren ist besonders effizient

Vorteile und Nachteile, die Sie kennen sollten

Die Vorteile der Wärmepumpenheizung überwiegen ganz klar: Sie ist in der Anschaffung durch die Förderung häufig die günstigste Heizung. Außerdem nutzt sie Umgebungswärme als Wärmequelle. Zudem entstehen durch die enorme Effizienz der Wärmepumpenheizung ca. 3 bis 4 Kilowattstunden Wärme zum Preis von einer Kilowattstunde Strom. Man könnte auch sagen, bis zu Dreiviertel der Energie ist kostenlos.

Die Wärmepumpenheizung ist also sehr effizient, sehr ökonomisch und sehr umweltfreundlich. Deshalb wird sie auch staatlich gefördert. Außerdem handelt es sich um erprobte, zuverlässige Technik. Einen Überblick über die Vorteile und Nachteile einer Wärmepumpenheizung finden Sie in der folgenden Tabelle.

Wärmepumpenheizung - Vorteile & Nachteile

Vorteile

Nachteile

Vergleichsweise günstig in der Anschaffung

Erschließungskosten (Sole-Wasser-Wärmepumpe)

Hohe Förderung (mindestens 35 % der Kosten)

Genehmigungspflichtig (Sole-Wasser-Wärmepumpe)

Sehr effizient

Schwankende Außentemperaturen (Luft-Wasser-Wärmepumpe)

Günstiger Strom zum Wärmepumpentarif

Optik (Luft-Wasser-Wärmepumpe bei Außenaufstellung)

Vergleichsweise niedrige Betriebskosten

Kann Gebäude nur bis zu einer Vorlauftemperatur von 55 ° effektiv beheizen

Wartungsarm

Planung und Installation muss unbedingt von einem Fachbetrieb durchgeführt werden

Sehr zuverlässige, erprobte Technik


Sichere Investition (Heizung der Zukunft)


Kann im Sommer auch kühlen


Sehr ökologisch


Platzsparend


Kein Schornstein / Schornsteinfeger nötig


Kann mit Strom aus eigener Photovoltaik-Anlage betrieben werden

 

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