Heizungstausch bei Familie Fuhrmann im Reihenmittelhaus in Hambühren bei Celle
Beim Austausch der Gasheizung gegen eine Wärmepumpe setzen die Besitzer auf ein ganzheitliches Konzept aus der Kombination einer Wärmepumpe mit einer Photovoltaik-Anlage.

Zusammen ist es perfekt!
Fakten: Reihenmittelhaus vom Bauträger CEWE von Familie Fuhrmann (2 Personen) in 29313 Hambühren
Baujahr: 1979
Wohnfläche: 110 m²
Maßnahme: Heizungsmodernisierung im Jahr 2023, Austausch der Gas-Brennwertheizung gegen eine NIBE Wärmepumpe in Verbindung mit einer PV-Anlage
Neue Heiztechnik: Luft/Wasser-Wärmepumpe NIBE S2125-12 mit der Inneneinheit NIBE VVM S320 mit 180 Liter Brauchwasser und UKV Pufferspeicher sowie 3,6 kWh Peak Photovoltaikanlage
Wärmeverteilung: Heizkörper
Besonderheit: Acht Häuser in der Reihenhauszeile nebeneinander, sensible Abstands- und Geräuschsituation. Keine gravierenden energetischen Sanierungen an der Gebäudehülle. Installation von 10 PV-Modulen auf dem unsanierten Dach, dabei waren die vermörtelten Dachsteine eine Herausforderung.
NIBE Effizienzpartner: Stein Haus Technik GmbH aus 30938 Burgwedel
Das Haus ist ein Zeitzeuge der 1970er Jahre
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein typisches Bauträger-Objekt aus den 1970/80er Jahren, zweigeschossig mit 110 Quadratmetern Wohnfläche, voll unterkellert, mit ausbaufähigem Dachgeschoss, das schlüsselfertig an die Besitzer übergeben wurde. Diesen Haustyp hat der Bauträger CEWE in ähnlicher Form in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts vielfach in der Region Celle realisiert.
Im Jahr 2012 wurde die ursprünglich im Haus eingesetzte Ölheizung gegen eine Gas-Brennwert-Anlage getauscht. 2023 lassen die Hausbesitzer die Gasheizung durch eine moderne Luft/Wasser-Wärmepumpe ersetzen.
Nach der Demontage der alten Gasheizung entsteht
im Hauswirtschaftsraum viel Platz, der besser genutzt werden kann.
Im Jahr 2011 übernahmen die aktuellen Besitzer das Haus von den Großeltern und sanierten es Schritt für Schritt liebevoll. Alle Bäder und Wohnräume wurden renoviert, die Fassade erhielt einen neuen Anstrich, der Balkon wurde abgedichtet und die Haustür und die Fenster wurden gegen energetisch hochwertige Bauelemente ausgetauscht.
Eine Wärmepumpe für die Zukunft
Anstelle der ursprünglich eingebauten Ölheizung wurde bereits im Jahr 2012 eine Gas-Brennwertheizung montiert. Dieser Modernisierungsschritt schaffte durch den Wegfall der Öltanks im Keller einen großen Platzgewinn und auch der lästige Ölgeruch lag nicht mehr im Haus. Als die Gasheizung nach elf Betriebsjahren einen Defekt bekam, wollten die Bewohner mit der Installation einer Wärmepumpe in Verbindung mit einer PV-Anlage auf dem Dach des Hauses einen weiteren Schritt in die Zukunft unternehmen. Auf die Frage, warum die Wahl des Heizsystems auf eine Wärmepumpe gefallen ist, antwortet die Hauseigentümerin: „Aus purer Überzeugung – wir sind sicher, dass die Wärmepumpe ökologisch und ökonomisch die beste Lösung für uns ist!“
Die Außeneinheit NIBE S2125 wurde vor dem Haus unter dem Küchenfenster platziert.
Keine weitere Sanierung notwendig
Das Ehepaar bekommt Unterstützung von dem erfahrenen NIBE Effizienzpartner Uwe Patzak von der Firma Stein Haus Technik. Der NIBE Profi berechnet die Heizlast des Gebäudes und kommt zu dem Schluss, dass eine Luft/Wasser-Wärmepumpe NIBE S2125 mit 12 KW ausreicht, um ausreichend Wärme bereitzustellen. Auf eine weitere Sanierung der Gebäudehülle konnte verzichtet werden, so blieb z.B. die Kellerdecke ungedämmt und auch das Dach und die Fassade konnten im ursprünglichen Zustand vom Bau des Hauses im Jahr 1979 bleiben.
Ein starkes Team: Die Hausbesitzerin Katrin Fuhrmann und der NIBE Effizienzpartner Uwe Patzak.
Steigerung des Wohnkomforts
Ein wichtiger Entscheidungsgrund für die Wärmepumpe war auch die Kühlfunktion im Sommer. „An heißen Tagen im Sommer heizen sich die Räume im Obergeschoß stark auf, da freuen wir uns besonders, dass wir mit der Wärmepumpe eine Möglichkeit zum Temperieren bekommen“, freut sich die Hausbesitzerin. Der Warmwasserspeicher der Gasheizung hatte nur 100 Liter Brauchwasser zur Verfügung gestellt – mit dem in der Inneneinheit NIBE VVM S320 integrierten Warmwasserspeicher stehen 180 Liter zur Verfügung. „Das ist ein schönes Komfortmerkmal, besonders wenn Gäste im Haus sind,“ sagt die Eigentümerin.
Im Hause der Eigentümer haben alle wichtigen Haushaltsartikel einen eigenen Namen – kein Wunder, dass die schwedische Wärmepumpe „Helga Larsson“ heißt.
Heizkörper zum Kühlen
Für eine optimale Wärmeverteilung und um die Kühlfunktion der Wärmepumpe zu unterstützen, wurden vier alte Rippenheizkörper in den Wohnräumen gegen moderne Plattenheizkörper getauscht. Die speziell für den Betrieb mit einer Wärmepumpe konzipierten Heizkörper ermöglichen eine Absenkung der Vorlauftemperatur auf 35 °C und schaffen damit die Voraussetzung für einen geringen Stromverbrauch. Darüber hinaus sind die zeitlos gestalteten Heizkörper auch eine optische Aufwertung für die modernen Wohnräume.
Der alte Heizkörper.
Der neue Heizkörper ist ein Schmuckstück in dem gemütlichen Musikzimmer, mit den integrierten Ventilatoren wird auch die Kühlfunktion der Wärmepumpe im Sommer unterstützt.
Ein Stück Autarkie vom Dach
Um einen Teil des Strombedarfs der Anlage zu decken, wurde auf der nach Süden ausgerichteten Dachfläche des Hauses eine Photovoltaik-Anlage mit 10 Solarkollektoren und einer Leistung von 3,6 kWh Peak installiert. Eine Herausforderung dabei waren die vermörtelten Dachziegel, aus diesem Grund hatten mehrere angefragte Fachfirmen die Montage der Solarpanels abgelehnt. Stein Haus Technik konnte auch diese Herausforderung meistern. Der NIBE Effizienzpartner bringt das Ergebnis auf den Punkt: „Jede Maßnahme für sich ist sinnvoll, aber die Verbindung von Wärmepumpe und Photovoltaik ist perfekt“.
Die Dachfläche ist nicht gedämmt - ein Hindernis für die Montage der PV-Kollektoren sind die waagerecht verstrichenen Ziegel - einige Anbieter von PV-Anlagen haben aus diesem Grund die Montage abgelehnt.
Die Dachfläche des Reihenmittelhauses bietet die Möglichkeit für eine Installation einer Photovoltaik-Anlage.
Die Dokumentation
Von dem liebevoll gepflegten Haus ist noch die Original-Verkaufsunterlage aus dem Jahr 1979 vorhanden. Die Eigentümer haben die Umbau- und Sanierungsschritte des Hauses in einem Fotobuch festgehalten. Die Hausbesitzerin arbeitet als Planerin bei NIBE – da ist es klar, dass sie sich voller Überzeugung für eine Wärmepumpe von NIBE entscheidet.

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NIBE Referenzprojekt Hambühren
Alle Arbeitsschritte für die Montage der Innen- und Außeneinheit der Wärmepumpe, den Austausch der Heizkörper und die Installation der PV-Anlage.
Ausführung der Kernlochbohrungen
Zur Verbindung der Außen- und Inneneinheit müssen zwei Löcher mit einem Durchmesser von 100 mm gebohrt werden. Zur Einrichtung und Fixierung des Bohrgerätes werden Löcher zur Montage gebohrt. Das schwere Bohrgerät wird installiert und die zwei Kernlochbohrungen werden ausgeführt. Präzise bohrt das Gerät zwei Kernbohrungen in die Außenwand des Hauses.

Setzen der Fundamente
Vor dem Haus werden die Fundamente für die Außeneinheit gesetzt und frostfest gegründet. Dazu werden Fundamentsteine 80 Zentimeter tief in das Erdreich eingebracht mit Fertigbeton ausgefüllt, verdichtet und glatt gestrichen. Der Kondenswasserablauf der Außeneinheit wird mit dem dafür vorbereiteten Drainagerohr verbunden, so kann anfallendes Kondenswasser sicher versickern.

Bodenkonsolen
Auf die ausgehärteten Fundamente werden NIBE Bodenkonsolen zum Nivellieren der Außeneinheit aufgesetzt, der Abstand der Unterkante der Außeneinheit zum Erdreich sollte mindestens 70 mm betragen.
Abdichtung der Kernlochbohrungen
Die Kernlochbohrungen werden mit einer Spezialdichtung verschlossen, damit kein Wasser von außen in das Gebäude eindringen kann. Die Steuerkabel zur Verbindung von Außen- und Inneneinheit liegen schon an dem benötigten Platz.
Aufstellung der Außeneinheit
Die Außeneinheit der NIBE S2125 wird angeliefert und auf dem vorbereiteten Fundament platziert.
Anschluss der Außeneinheit
Die Verbindungsrohre für den Vor- und Rücklauf der Heizung werden an die Außeneinheit angeschlossen und durch die Kernlochbohrungen in den Keller geführt.

Transport der Inneneinheit in den Keller
Mit der Anlieferung und dem Transport der Inneneinheit NIBE VVM S320 durch den schmalen Kellereingang geht es weiter…
Aufstellung der Inneneinheit
Die Inneneinheit ist an ihrem Aufstellort im Hauswirtschaftsraum platziert, die Rohranschlüsse werden gemäß der Systemzeichnung für die Hydraulik ausgeführt.

Der elektrische Anschluss
Der Sicherungskasten für den elektrischen Anschluss wird an der Kellerwand im Hauswirtschaftsraum montiert und verdrahtet. Der Stromzähler für die Wärmepumpe wird in den Zählerkasten eingesetzt und der elektrische Anschluss zur Wärmepumpe wird hergestellt. Der elektrische Anschluss in der Wärmepumpe ist durch weitgehend vorbereitete „steckerfertige“ Baugruppen schnell erledigt.

Der hydraulische Anschluss
Die Rohrleitungen zur Verbindung von Vor- und Rücklauf zwischen der Innen- und Außeneinheit werden montiert. Die Bilder zeigen den fertigen elektrischen und hydraulischen Anschluss der Wärmepumpe.
Der UKV-Pufferspeicher
Neben der Wärmepumpe wird ein UKV-Pufferspeicher mit 100 Liter Fassungsvermögen montiert, dieser Puffer unterstützt den Kühlbetrieb der Wärmepumpe. Für den Anschluss des Pufferspeichers müssen die Rohrleitungen verlängert werden.

Die Heizkreispumpe
Die Heizkreispumpe transportiert das warme Heizungswasser in die Heizkörper – im Sommer versorgt die Pumpe die Heizkörper mit kaltem Wasser zur Kühlung.




Die fertig installierte Anlage
Die Heizungsanlage im Hauswirtschaftsraum ist fertig montiert – nun müssen die Rohrleitungen noch isoliert werden.
Befüllung der Anlage mit Wasser
Im nächsten Schritt wird die Heizungsanlage mit enthärtetem und aufbereitetem Wasser befüllt.

Inbetriebnahme
Nun kommt der große Moment der ersten Inbetriebnahme, der Strom wird im Sicherungskasten eingeschaltet und die Wärmepumpe erwacht zum Leben. Die Schutzfolie vom Display wird abgezogen und die Grundeinstellungen an der Steuerung der Wärmepumpe werden vorgenommen. Das Menu führt den Installateur systematisch durch die Bedienebenen.
Montage der Frontblende
Die Seiten und Frontverkleidung der Wärmepumpe werden angesetzt und verschraubt. Der Heizungsbauer und der Elektriker sind stolz auf die fertig installierte Anlage.








Isolierung der Rohre
Eine gute Isolierung minimiert Leitungsverluste – bei dieser Anlage leisten die Isolierer ganze Arbeit!

Steuerung mit myUplink
Die Hausbesitzerin wird in die Bedienung der Anlage eingewiesen, das intuitiv aufgebaute Menu lässt sich über das Touchdisplay einfach bedienen. Mit der Seriennummer der Wärmepumpe kann das Gerät mit myUplink verbunden werden. Damit lässt sich die Anlage via Internet z.B. mit einem Smartphone fernwarten und -steuern.

Austausch der Heizkörper
Der alte Rippenheizkörper im Wohnzimmer sollte ebenso wie drei weitere Heizkörper im Haus gegen moderne JAGA-Heizkörper ausgetauscht werden. Die alten Heizkörper hätten ihre Funktion noch weiter erfüllt, aber sie erfordern eine höhere Vorlauftemperatur und die Optik war auch nicht mehr zeitgemäß.
Die JAGA-Heizkörper werden für die Montage vorbereitet. Unter anderem die in den JAGA-Tieftemperaturheizkörpern integrierte elektrische Lüftergruppe bewirkt, dass die Wärmepumpe mit nur 35 °C Vorlauftemperatur ihren optimalen Wirkungsgrad erreicht – das optimiert den Stromverbrauch der Anlage. Der JAGA-Heizkörper im Wohnzimmer wird anstelle des alten Rippenheizkörpers montiert.

Die Photovoltaik-Anlage
Auf der nach Süden gerichteten Dachseite des Hauses wird eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 3,6 kWh Peak installiert. Mit dem selbst produzierten Strom kann ein Teil des Energiebedarfs der Wärmepumpe gedeckt werden, das steigert die Unabhängigkeit von Energieversorgern.
Mit der App myUplink können jederzeit alle relevanten Daten der Anlage – auch die aktuellen Leistungswerte der PV-Kollektoren – abgerufen werden.




