NIBE Referenzprojekt: Neubau Mehrfamilienhaus in Gelnhausen, Röther Wingertstraße
Beim Neubau eines energieeffizienten Mehrfamilienhauses in Gelnhausen wird eine Wärmepumpe eingesetzt, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und den Energieverbrauch zu minimieren.

Eine nachhaltige Entscheidung
Fakten: 1 Mehrfamilienhaus (5 Wohneinheiten) von Frau Larissa Neudert-Marschner, Röther Wingertstraße in 63571 Gelnhausen
Baujahr: 2022/2023
Wohn-/Nutzfläche: 547 m²
Wärmeverteilung: Fußbodenheizung, Treppenhaus mit Infrarot-Heizplatten
Maßnahmen: Neubau eines Mehrfamilienhauses mit fünf Wohnungen inklusive kompletter Haustechnik
Eingesetzte Heiztechnik: Luft/Wasser-Wärmepumpe NIBE F2120-16 (zum Nachfolgemodell), Regelung NIBE SMO S40, Trennspeicher NIBE UKV 20-220, ELK Heizkassette 15 kW, NIBE Warmwasserbereitung mit Vor- und Nachwärmstufe bestehend aus Brauchwasserspeicher NIBE DD-WH 30501F, 440 Liter mit Nachwärmstufe OKCE 160 Liter mit 6 kW-E-Heizstab
Gebäudeheizlast: 14 kW
Besonderheit: KfW-55-Energiesparhaus, BWT-Weichwasseranlage Rondomat Duo 1, PV-Anlage 9,24 kWp mit FRONIUS-Ohmpilot 9 kW für die Warmwasserbereitung, Beheizung Treppenhaus zum Frostschutz über Infrarot-Heizplatten an der Decke
NIBE Effizienzpartner: Lorenz Energie GmbH aus 63584 Gründau-Lieblos
Wärme und warmes Wasser aus der Luft
Die Geschäftsfrau Larissa Neudert-Marschner plante den Bau eines Mehrfamilienhauses als Kapitalanlage.
Das Gebäude wurde nach dem KfW-55-Standard konzipiert, da war die Entscheidung für die Wärmepumpe als nachhaltiges Heizsystem konsequent und logisch. „Mir war von Anfang an klar, dass die Heizung den Anforderungen an modernen Klimaschutz entsprechen muss“, sagt die Hausbesitzerin.
Da das Grundstück für das Gebäude in einem Wasserschutzgebiet liegt, war der Einsatz einer Sole/Wasser-Wärmepumpe, mit der Frau Neudert-Marschner bei anderen Bauprojekten gute Erfahrungen gemacht hat, nicht möglich. So entschied sie sich für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe NIBE F2120 mit 16 kW Leistung für Heizung und Warmwasserbereitung.
Ein wichtiger Vorteil des Gebäudekonzepts ist nach Ansicht der Hausbesitzerin, dass durch den hohen Energie-Effizienzstandard des Gebäudes die Betriebskosten äußerst gering ausfallen – das wirkt sich positiv auf das Haushaltsbudget der Bewohner aus.

Bis ins Detail durchdacht
Mike Lorenz, Experte für energieeffiziente Gebäudetechnik, betont die Notwendigkeit einer präzisen Heizlastberechnung und der daraus resultierenden optimalen Dimensionierung der Anlage. Damit konnte er die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Heizungsanlage für das Gebäude sicherstellen.
Zu dem durchdachten Konzept für das Gebäude gehören zum Beispiel drei Infrarot-Deckenstrahlplatten, die im Treppenhaus für eine konstante Mindesttemperatur sorgen. Die Verwendung der Infrarotheizung hat den Bedarf an einen separaten Heizkreis mit eigener Steuerung überflüssig gemacht. Sowohl diese Strahlplatten als auch die Treppenhaus- und Außenbeleuchtung werden von der PV-Anlage auf dem Dach des Hauses mit Strom versorgt.
Ein gutes Team: NIBE Effizienzpartner Mike Lorenz, Hausbesitzerin Larissa Neudert-Marschner und die NIBE Wärmepumpe.
Technische Highlights
Die fünf Wohnungen des Hauses werden durch eine Trinkwassergroßanlage mit einem zentralen Brauchwasserspeicher mit warmem Wasser versorgt.
Um eine Verkeimung des Wassers mit Legionellen zu verhindern, schreibt die Trinkwasserverordnung vor, dass eine zentrale Warmwasserversorgung das Wasser auf mindestens 60 °C erwärmt. Außerdem muss das Wasser mit einer Zirkulationsleitung zu den Entnahmestellen in den Wohnungen geführt werden, damit es nicht in den Leitungen stagniert. Um das System wirtschaftlich und effizient arbeiten zu lassen, wurde eine „Zweispeicherlösung“ installiert. Dabei wird der Normaltemperaturspeicher (Vorwärmstufe) von der Wärmepumpe auf ein Niveau von ca. 55 °C beladen und ein nachgeschalteter Speicher als Nachwärmstufe eingesetzt. Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass der größte Teil der zur Brauchwasserbereitung erforderlichen Energie durch die Wärmepumpe erbracht wird, und nur der Anteil, der zur Sicherstellung einer Austrittstemperatur von 60 °C erforderlich ist, durch den elektrischen Zusatzwärmeerzeuger geleistet werden muss.
Modern ausgestatteter Heizungsraum mit dem Regelgerät NIBE SMO S40 und den Komponenten für die Vor- und Nachwärmstufe der Trinkwasserbereitung.
„Ein weiterer Vorteil der Anlage“, schwärmt Frau Neudert-Marschner, „ist die Kühlfunktion der Fußbodenheizung im Sommer. Damit wird der Fußboden auf 18 °C gekühlt. Sie funktioniert also nicht wie eine Klimaanlage, die Räume auf eine konstante Lufttemperatur kühlt, aber sie kann die Raumtemperatur um 2 bis 4 °C senken. Diese Temperierung wird als sehr angenehm empfunden.“
Der Fronius-Wechselrichter für die PV-Anlage kommuniziert optimal mit der NIBE Wärmepumpe.
Ganzheitlich denken, planen und installieren
Mike Lorenz, Geschäftsführer der Firma Lorenz Energie, erläutert, dass sein Unternehmen bei diesem Projekt nicht nur für die Heizungsinstallation, sondern auch für die Planung und Ausführung der elektrischen Anlage zuständig war. Diese Vorgehensweise bietet viele Vorteile, weil damit ein stimmiges Gesamtkonzept entwickelt werden kann.
Ein Beispiel hierfür ist die Möglichkeit, die Anlagen im Kaskaden-Messkonzept anzuschließen. Dabei wird ein separater Zähler für die Wärmepumpe installiert, der einen kostengünstigen Wärmepumpen- bzw. Heizstromtarif ermöglicht. Dieser vergünstigte Wärmepumpenstrom wird durch dreimal tägliches Abschalten für jeweils zwei Stunden geregelt, um Spitzenlasten im Netz auszugleichen. Die Bewohner nehmen diese Abschaltzeiten aufgrund der Trägheit des Heizungssystems, bestehend aus Fußbodenheizung und Pufferspeicher, nicht wahr.
Die Kaskadenmessung ermöglicht zudem die Nutzung des Solarstroms sowohl für die Wärmepumpe als auch für den Allgemeinstrom, obwohl der Strom normalerweise nur einem Stromzähler zugeordnet werden kann.
Offene Grundrisse und große Glasflächen zeichnen die modernen Wohnungen aus.
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NIBE Referenzprojekt Röther Wingertstraße in Gelnhausen












