FAQ S-Serie

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FAQ - NIBE S-Serie

Fragen und Antworten


Hier finden die die FAQ zu den Wärmepumpen der NIBE S-Serie.

Um die Brauchwassertemperatur zu ändern, können Sie die gewünschte Änderung im Smartguide durchführen.
Diesen finden Sie im Startmenü.

Alternativ können Sie die Einstellung im Menu 2.2 ändern.

Hier haben Sie die folgende Auswahl:

  • Niedrig
  • Mittel
  • Hoch

Niedrig: In diesem Modus steht weniger Brauchwasser als sonst zur Verfügung.

Dieser Modus kann in kleineren Haushalten mit geringem Brauchwasserbedarf genutzt werden.

Mittel: Bei Normalbetrieb wird eine größere Brauchwassermenge bereitet

(geeignet für die meisten Haushalte).

Hoch: Im Komfortmodus steht die maximale Brauchwassermenge zur

Verfügung. In diesem Modus kann die Heizpatrone ebenfalls zur Brauchwassererwärmung

genutzt werden, was erhöhte Betriebskosten verursacht.

Die Temperaturen des jeweiligen Brauchwassermodus, kann in den Installateureinstellung im Menü 7.1.1 geändert werden.

Kühlung und Lüftung mit Wärmepumpen und kontrollierter Wohnraumlüftung

Gut gedämmte energieeffiziente Häuser ändern ihre Innentemperatur nur langsam. Ohne weiteren Energieeintrag würde das Haus irgendwann die mittlere Umgebungstemperatur annehmen. Damit das nicht passiert, werden Häuser im Winter beheizt und in einem zunehmenden Maße im Sommer auch gekühlt. Viele Wärmepumpen können heizen und kühlen und sind so für die Grundklimatisierung des Hauses eine ideale Anwendung.

Eine Lüftungsanlage mit Energierückgewinnung sorgt zusätzlich einerseits für frische Luft und andererseits dafür, dass einmal aufgewendete Energie für Heizung oder Kühlung im Haus verbleibt.

Je nach Ausführung des Gebäudes (mit/ohne Kühlung) und des verwendeten Lüftungsgerätes (mit oder ohne Energierückgewinnung) kommen unterschiedliche Anwenderempfehlungen zum Tragen.

Gebäude, die über eine Wärmepumpe zum Heizen und Kühlen sowie ein Lüftungsgerät mit Energierückgewinnung verfügen

Lüftungsgeräte, die mit einem Kreuzgegenstromwärmetauscher (z.B. NIBE ERS) ausgestattet sind, ermöglichen eine Wärmerückgewinnung im Winter bzw. eine Kälterückgewinnung im Sommer. Diese Lösung bietet einen hohen Komfort. Die Wärmepumpe wird automatisch oder manuell auf Heiz- bzw. Kühlbetrieb eingestellt. Das Lüftungsgerät läuft kontinuierlich mit gleichbleibenden Einstellwerten. Der Energieaufwand für die Kühlung im Sommer ist besonders effizient, wenn zusätzlich zur Wärmepumpe eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung installiert ist.

Gebäude, die über eine Wärmepumpe zum Heizen sowie ein Lüftungsgerät mit Energierückgewinnung verfügen

Sofern keine Gebäudekühlung vorhanden ist, kann es im Sommer sinnvoll sein den Betrieb der Lüftungsanlage den über Tag und Nacht wechselnden Innen- und Außentemperaturen anzupassen. Ein erhöhter Anteil der Lüftung kann in die kühleren Nachtstunden verlegt werden.

Bei besonders warmen Tagestemperaturen kann die Lüftung manuell oder über ein Zeitprogramm reduziert oder sogar ganz abgeschaltet werden um eine Erwärmung des Gebäudes zu begrenzen. Wenn eine Grundlüftung weiterhin sichergestellt werden soll, so ist es sinnvoller diese über das Lüftungsgerät mit Energierückgewinnung als über eine Fensterlüftung zu realisieren. Der Wärmetauscher verzögert das bei warmen Außentemperaturen unvermeidliche Erwärmen der Raumluft bis zu dem Zeitpunkt an dem Innen- und Außentemperatur gleich sind. Bei weiterhin wärmeren Außentemperaturen steigt die Innentemperatur danach ebenfalls weiter an.

Einen weiteren und häufig bedeutenderen Beitrag zur Raumlufterwärmung leistet tagsüber die Strahlungswärme der Sonne als Direkteinstrahlung durch Fensterflächen oder als Wärmeleitung durch die Gebäudehülle.

In den Abend- und Nachtstunden kühlt die Außentemperatur wieder ab. Die Innentemperaturen sind durch den Energieeintrag über den Tag wärmer. In diesen Fällen kann auf die ansonsten sinnvolle Energierückgewinnung in der Lüftungsanlage verzichtet werden. Im Lüftungsgerät kann über die Steuerung ein Sommerbypass aktiviert werden. Der Bypass öffnet eine zusätzliche Lüftungsöffnung neben dem Wärmetauscher. Diese entspricht in etwa einer Fensterlüftung mit gleichmäßigem aber geringerem Luftaustausch. Zeitgleich kann das Lüftungsgerät in den sogenannten Nachtkühlungsmodus geschaltet werden. Das Gerät erhöht dabei den Zuluftvolumenstrom für einen erhöhten Luftaustausch.

Einfach und wirksam ist in diesen Situationen zusätzlich eine direkte Fensterlüftung mit hohem Luftaustausch. („Durchzug“).

Sowohl die Sommerbypassfunktion als auch der Nachtkühlungsmodus müssen im Regelgerät des Lüftungsgerätes bedarfsbezogen eingestellt werden. s.u. *

(Sofern aktiviert, öffnet ein Sommerbypass in einem ERS Lüftungsgerät oberhalb einer minimalen Raumtemperatur z.B: 25 °C, sofern diese mindestens 4 °C über der Außentemperatur z.B: 21 °C liegt.) Mit sinkenden Außentemperaturen strömt damit zunehmend kühlere Frischluft in das Haus. Die Zulufttemperatur ergibt sich aus einer Mischung der Innen- und Auentemperatur. Voraussetzung für einen spürbaren Abkühleffekt eines erwärmten Hauses ist ein deutlicher Unterschied zwischen der Innen- und Außentemperatur.

Zusätzliche Möglichkeit zur Einstellung der Lüftungsanlage an besonders heißen Tagen

An besonders heißen Tagen empfiehlt es sich ggf. auch das Lüftungsgerät manuell mit einem Timer vollständig abzuschalten. Dies kann zum Beispiel durch die Auswahl einer Ventilatorstufe mit 0 % Ventilatordrehzahl erfolgen. Damit findet vorübergehend keinerlei Lüftungsbetrieb statt. Mögliche Wärmeeinträge über die Lüftungsanlage werden dadurch ausgeschlossen.

Die Lüftungsgeräte vom Typ NIBE ERS verfügen über eine automatische Rückstellungsfunktion zur Nennlüftung, so dass nach einer variabel einstellbaren Zeit der Nennlüftungsbetrieb inkl. Nutzung der Sommerbypassfunktion automatisch wiederaufgenommen werden kann.

Je nach Ausführung des Lüftungsgerätes (vollständige bzw. anteilige Sommerbypassfunktion) ergibt sich ein Unterschied im Betrieb der Sommerbypassfunktionalität. Lüftungsgerät zur Energierückgewinnung und vollständiger Sommerbypassfunktion.

Nachdem in einem aufgeheizten Gebäude die Voraussetzungen zur Öffnung der Sommerbypassstrecke erfüllt worden sind (Überschreitung des eingestellten Wertes „Schaltwerts Ablufttemperatur“ sowie Überschreitung der voreingestellten Temperaturdifferenz zwischen Aussenluft und Ablufttemperatur), öffnet sich automatisch der Sommerbypass, so dass die kühlere Aussenluft direkt, unter Umgehung der im Lüftungsgerät enthaltenen Energierückgewinnungseinheit, in das Gebäude strömen kann.

Lüftungsgerät zur Energierückgewinnung und anteiliger Sommerbypassfunktion

Nachdem in einem aufgeheizten Gebäude die Voraussetzungen zur Öffnung der Sommerbypassstrecke erfüllt worden sind (Überschreitung des eingestellten Wertes „Schaltwerts Ablufttemperatur“ sowie Überschreitung der voreingestellten Temperaturdifferenz zwischen Aussenluft und Ablufttemperatur), öffnet auch hier automatisch der Sommerbypass, so dass die kühlere Aussenluft unter anteiliger Umgehung (ca. 50 %) der im Lüftungsgerät enthaltenen Energierückgewinnungseinheit, in das Gebäude strömen kann.

Bei der anteiligen Sommerbypassfunktion ist der luftausauschbedingte Kühleffekt geringer als bei Lüftungsgeräten mit vollständiger Sommerbypassfunktion.

Übersicht der NIBE Lüftungsgeräte hinsichtlich Sommerbypassfunktion

Die Lüftungsgeräte vom Typ ERS 10 – 400 bzw. 10 – 500 sind konstruktiv mit einer vollständigen Sommerbypassfunktion ausgestattet.

Das Lüftungsgerät vom Typ ERS 20-250 verfügt je nach Produktionsdatum über eine anteilige bzw. vollständige Sommerbypassfunktion.

  • Geräte mit dem Produktionsdatum vor April 2019 (Seriennummer Typenschild beginnt mit 010750) verfügen über eine anteilige Sommerbypassfunktion. Ca. 50 % des Frischluftvolumenstromes werden am Wärmetauscher vorbeigeführt.
  • Geräte mit dem Produktionsdatum ab April 2019 (Seriennummer beginnt mit 0111) verfügen über eine vollständige Sommerbypassfunktion. Nahezu der gesamte Frischluftvolumenstrom wird am Wärmetauscher vorbeigeführt.

Einstellvorschläge und Bedienung Sommerbypassfunktion

Zur Einstellung der Sommerbypassfunktion legt man die Temperaturen für den „Schaltwert Ablufttemp.“ sowie „Bypass bei Übertemperatur“ fest.

Mit dem „Schaltwert Ablufttemp.“ wird festgelegt, welchen Wert die Raumtemperatur überschritten haben muss, damit die erste Bedingung zur Öffnung des Sommerbypasses erfüllt ist.

Mit dem Einstellwert „Bypass bei Übertemperatur“ wird die Mindesttemperaturdifferenz zwischen der Aussenlufttemperatur und der Raumlufttemperatur als zweite Bedingung zur Öffnung des Sommerbypasses festgelegt. Anmerkung die Aussenlufttemperatur muss niedriger als die Ablufttemperatur sein.

Im Regelfall gibt die Anlage bei Störung eine Fehlermeldung aus. Ersichtlich ist dies an der rot leuchtenden LED. Im Display der Anlage wird ein Alarm angezeigt. Dieser beschreibt in kurzen Stichpunkten den aufgetretenen Fehler.

z.B. Hochdruckstörung (Alarm 50)

In Klammern dahinter befindet sich ein Fehlercode. Die Schriftfarbe ist in Orange gehalten.

Sollte der Fehler mit einem Neustart des Systems nicht behoben werden können, so ist der Kontakt zum Fachhandwerker zu suchen. Dies ist in erster Linie immer der verantwortliche Anlagenerrichter/Vertragspartner. (Installateur/Bauträger)

Sollte Ihnen kein Installateur bekannt sein, finden Sie unter folgendem Link einen Kontakt zu einem Partnerunternehmen von uns.

https://www.nibe.de/de-de/suchen--finden/werkskundendienst-finden.html.

Geben Sie die Informationen aus der Alarmmeldung immer an den Fachhandwerker weiter.

 

Alarm 229

NIBE Wärmepumpen sind mit einer elektronischen Funktion zur Überwachung bzw. Vermeidung eines gehäuften Auftretens kurzer Verdichterlaufzeiten ausgestattet.

Die Funktion wurde speziell entwickelt um einem erhöhten Verdichterverschleiß aufgrund eines taktenden Verdichterbetriebs entgegen zu wirken.

Die Funktion ist so beschaffen, dass nach 3 hintereinanderliegenden Verdichterstarts mit einer anschließenden Verdichterlaufzeit von weniger als 5 Minuten, der Verdichterbetrieb mit Ausgabe der Alarmmeldung 229 (kurze Laufzeit) blockiert wird.

Ein anschließender Neustart ist erst nach manueller Entriegelung (Rücksetzung des Alarms) der Anlage über das Display des Gerätes oder über Onlineportale NIBE Uplink bzw. myUplink möglich.

Das Auftreten des Alarms 229 soll die Möglichkeit geben das System bzw. die äußeren Randbedingungen dahingehend zu optimieren, dass die Verdichterlaufzeit in einem angemessenen Rahmen gehalten werden kann.

Folgende Ursachen können den Alarm 229 (Kurze Laufzeiten) auslösen:

  • Heizbetrieb mit zu geringer Leistungsabnahme
  • Aktiver Kühlbetrieb mit zu geringer Leistungsabnahme
  • Aktive Kühlung ohne Verwendung eines Raumtemperaturfühlers
  • Warmwasserbereitung mit SG-Ready Funktion bei unpassenden Brauchwassereinstellungen

Der Alarm kann wie vor bereits erwähnt, manuell zurückgesetzt werden (Fehlerreset)

Sollte der Alarm häufiger auftreten wäre eine Überprüfung der Anlage durch Ihren Installateur zu empfehlen.

 

Wie eröffne ich ein Konto bei myUplink?

  • Sie melden sich unter myuplink.com an. Dazu benötigen Sie eine gültige E-Mailadresse und ihre Adressdaten. Sie vergeben für den Zugang ein Passwort. Ihre erfolgreiche Anmeldung wird in einem Mail bestätigt. Nun können Sie Ihre Wärmepumpe registrieren.


Was benötige ich für die Registrierung?

Für die Registrierung müssen sie zunächst ein myUplink Konto eröffnen.
Wenn Sie bereits ein Konto eröffnet haben benötigen Sie

  • Ihre E-Mailadresse
  • Ihr Passwort
  • die Seriennummer des Gerätes (bei Luft-/Wasser Wärmepumpen die Außeneinheit registrieren)
  • den Firmennamen Ihres Installateurs
  • Die Anzahl der bisherigen Betriebsstunden. Alternativ die Zusicherung das die Anzahl der Betriebsstunden kleiner als 720 ist. In diesem Fall kann anstelle dieser Zusage ein Wert von 719 eingegeben werden.
  • Den Tag der Installation bzw. der Inbetriebnahme. Alternativ die Zusicherung das seit Inbetriebnahmen maximal 90 Tage vergangen sind. In diesem Fall kann anstelle dieser Zusage ein Wert von 90 eingegeben werden.
  • Der Tag der Inbetriebnahme ergibt sich aus dem Inbetriebnahmeprotokoll Ihres Installateurs oder ist auf dem Display der Wärmepumpe ablesbar. Der Zeitpunkt darf maximal 90 Tage vergangen sein.


Wo finde ich die Seriennummer?

  • Die Seriennummer ist an verschiedenen Stellen zu finden. Sie finden hier einige Beispiele.
  • Auf dem Inbetriebnahmeprotokoll Ihres Installateurs oder des NIBE Kundendienstes.
  • Bei Luft-/Wasser Wärmepumpen ist die Seriennummer der Außeneinheit zu verwenden. Diese finden Sie auf der Geräterseite, -rückseite und im Display der Wärmepumpe.


Was passiert bei falschen Angaben?

  • Die Herstellergarantie ist eine freiwillige Leistung von NIBE. Es gelten die zugrundeliegenden Garantiebedingungen.
    Bei einem Verstoß durch falsche Angaben erlischt die Garantie.


Muss ich die Seriennummer aller NIBE Produkt eingeben?

  • Es ist ausreichend die Seriennummer der Wärmepumpe. Bei Luft/Wasser Wärmepumpen ist dies die Seriennummer der Außeneinheit anzugeben. Unmittelbar mit dieser Wärmepumpe verbundenes Zubehör wie Steuerung, Lüftungsgerät oder Speicher erhalten ebenfalls die Garantie. Das Zubehör sollte auf dem Inbetriebnahmeprotokoll aufgeführt sein.


Bis zu welchem Zeitpunkt kann ich meine Wärmepumpe für die Garantie registrieren?

  • Eine Registrierung ist bis zu 24 Monate nach dem Herstelldatum möglich. Das Herstelldatum kann anhand der Seriennummer erkannt werden.
  • Die Registrierung kann bis zu 90 Tage nach der Erstinstallation bzw. Inbetriebnahme erfolgen.
  • Die Laufzeit des Kompressors darf maximal 720 Stunden betragen. Das entspricht einem Dauerlauf von bis zu 30 Tagen.
  • Wir empfehlen die Wärmepumpe unmittelbar nach der Inbetriebnahme zu registrieren.


Was passiert, wenn ich den Zeitpunkt zur Registrierung verpasst habe?

  • Dann ist eine Registrierung für die freiwillige Herstellergarantie nicht mehr möglich. Sie haben jedoch Anspruch auf die gesetzliche Gewährleistung.


Ich wurde auf die Möglichkeit der zusätzlichen Garantie erst verspätet aufmerksam gemacht. Kann ich mich nachträglich registrieren?

  • Eine Registrierung für die freiwillige Herstellergarantie ist dann nicht mehr möglich. Sie haben jedoch Anspruch auf die gesetzliche Gewährleistung.


Benötigt meine Wärmepumpe eine Verbindung zum Internet oder die Nutzung von my Uplink für die Garantieregistrierung?

  • Nein, die Verbindung der Wärmepumpe zum Internet oder die Nutzung von my Uplink ist nicht erforderlich.
  • Wir empfehlen eine Anbindung zur Nutzung der damit möglichen zusätzlichen Funktionen unserer Plattform myUplink. Eine Anbindung ist jederzeit auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich.


Können alle NIBE Produkte für die Garantie registriert werden?

  • Die Registrierung ist für alle NIBE-Wärmepumpen für die Gebäudeheizung möglich. Kleinwärmepumpen in Anlagen zur Lüftung oder häuslichen Brauchwasserbereitung können nicht registriert werden.


Wie erhalte ich eine Garantiebestätigung?

Eine Bestätigung erfolgt an die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse.


Ich habe keine Garantiebestätigung erhalten.

Bitte prüfen Sie den Spam Filter Ihres E-Mail Einganges.

Mit allen aktuellen NIBE Luft/Wasser-Wärmepumpen, und der Sole/Wasser-Wärmepumpe F/S 1x55 PC-6. Die Sole/Wasser-Wärmepumpen mit höherer Leistung benötigen ein Zubehör (PCM, PCS, HPAC) je nach Bedarf.

Grundsätzlich sollten Sie die Machbarkeit der Ankühlung / Kühlung mit dem Fachhandwerker durchsprechen. Informationen zum Thema Kühlung finden Sie in der Broschüre Kühlung für erhöhten Wohnkomfort.

Ankühlung
... über den Fußboden bis zu einer min. Vorlauftemperatur von 18°C.
Beim Ankühlen erfolgt eine Absenkung der Raumtemperatur ohne zwingend einen Sollwert zu erreichen.

Kühlung
über ein separates Verteilsystem mit Kühlkonvektoren

Der Raum soll den geplanten Sollwert einhalten. Mit der Kühlung geht, je nach Luftzustand und Kühlmitteltemperatur, eine Entfeuchtung einher; für einen Kondensatablauf ist deshalb zu sorgen. Das ist mit Gebläsekonvektoren oder Deckenkassetten möglich. Eine Überwachung der Taupunkttemperatur ist

nicht notwendig. Dies erfordert aber, dass alle betreffenden Versorgungsleitungen, Pumpen, Armaturen und sonstige Einbauten dampfdiffusionsdicht gedämmt sind.

Die Raumtemperatur zu ändern, können Sie die gewünschte Änderung im Smartguide durchführen. Diesen finden Sie im Startmenü.

Einstellbereich: +/ -4°C

Alternativ können Sie die Einstellung im Menu 1.1 ändern.

Wenn ein Raumfühler angeschlossen wurde, wird eine Temperatur angezeigt. Der Einstellbereich liegt dann bei: 5°C - 30°C

Andernfalls liegt der Einstellbereich bei: -10 bis +10.

WICHTIG! Bitte beachten Sie bei einem trägen Heizsystem, wie z.B. einer Fußbodenheizung, dass es bis zu 24 Stunden dauern kann, bis die Änderungen wahrnehmbar sind.

Die Reinigung des Luftfilters in der F7 Serie muss regelmäßig erfolgen.

Das Reinigungsintervall richtet sich nach der Staubmenge in der Ventilationsluft.

Auf dem Display erscheint gemäß Werkseinstellung eine Erinnerung an die Filterreinigung alle drei Monate.

  1. Schalten Sie die Wärmepumpe aus.
  2. Nehmen Sie die obere Frontabdeckung ab, indem Sie sie gerade herausziehen.
  3. Ziehen Sie die Filterkassette heraus.
  4. Die erneute Montage geschieht in umgekehrter Reihenfolge.

Bitte nutzen Sie bei der Reinigung kein Wasser oder andere Flüssigkeiten.

Die Seriennummer der F2120 finden Sie oben links und unten an der Rückseite.

S-serien

Die Seriennummer der F2040 wird unten an der Fußseite angegeben.

S-serien

Die Seriennummer der AMS10 ist auf der rechten Seite.

S-serien

Die Seriennummer der S-Serie finden Sie im Display unter "Produktübersicht" und unten auf dem Typenschild.

S-serien

Die Urlaubseinstellung können Sie dazu nutzen, um die Temperatur während einer Abwesenheit zu senken. Sie finden die Einstellung im Hauptmenü unter „Zeitprogramm“.

Sie können in der Urlaubseinstellung das Startdatum und das Stoppdatum eingeben in der die Änderungen stattfinden soll.

Folgende Optionen stehen Ihnen dazu zur Verfügung:

  • Absenken der Raumtemperatur
  • Absenken der Brauchwassertemperatur
  • Deaktivierung der Kühlung
  • Reduzierung der Lüftung
  • Deaktivierung der Poolbeheizung

WICHTIG! Nach einer längeren Abwesenheit, kann es erforderlich sein, die einmalige Erhöhung der Brauchwassertemperatur im Menü 2.1 zu aktivieren, um den Legionellenschutz zu gewährleisten. Wir raten davon ab, die Lüftungsanlage komplett zu deaktivieren.

Bis zu 15 Jahre Schutz für Ihre NIBE Wärmepumpe.

Alle notwendigen Informationen finden Sie unter
https://www.nibe.eu/de-de/support/lexikon/warmepumpen-versicherung#wiefunktioniertes

Die Anmeldung zur Wärmepumpen-Versicherung für NIBE ist ganz einfach und schnell erledigt: Sie registrieren sich einfach selbst online auf www.arctic.se/de/registernibe-de/.

Danach erhalten Sie per Post ein Angebot, das Sie sich in Ruhe durchlesen können.

Bevor eine Versicherung abgeschlossen werden kann, ist eine erfolgreiche 5 Jahres Herstellergarantie abzuschließen.

Das Wartungsintervall einer NIBE-Wärmepumpe sieht wie folgt aus:

  • Die erste Wartung nach dem ersten Betriebsjahr
  • Die zweite Wartung und alle folgenden sind in einem Abstand von 2 Jahren durchzuführen.

Hierzu wenden Sie sich bitte an Ihren Anlagenerrichter oder bei Bedarf können Sie hierzu Kontakt mit einem unserer Partnerunternehmen aufnehmen.

Diesen finden Sie unter

https://www.nibe.eu/de-de/suchen--finden/effizienzpartner-finden.

Gut gedämmte energieeffiziente Häuser ändern ihre Innentemperatur nur langsam. Ohne weiteren Energieeintrag würde das Haus irgendwann die mittlere Umgebungstemperatur annehmen. Damit das nicht passiert, werden Häuser im Winter beheizt und in einem zunehmenden Maße im Sommer auch gekühlt. Viele Wärmepumpen können heizen und kühlen und sind so für die Grundklimatisierung des Hauses eine ideale Anwendung.

Eine Lüftungsanlage mit Energierückgewinnung sorgt zusätzlich einerseits für frische Luft und andererseits dafür, dass einmal aufgewendete Energie für Heizung oder Kühlung im Haus verbleibt.

Je nach Ausführung des Gebäudes (mit/ohne Kühlung) und des verwendeten Lüftungsgerätes (mit oder ohne Energierückgewinnung) kommen unterschiedliche Anwenderempfehlungen zum Tragen.

Gebäude, die über eine Wärmepumpe zum Heizen und Kühlen sowie ein Lüftungsgerät mit Energierückgewinnung verfügen

Lüftungsgeräte, die mit einem Kreuzgegenstromwärmetauscher (z.B. NIBE ERS) ausgestattet sind, ermöglichen eine Wärmerückgewinnung im Winter bzw. eine Kälterückgewinnung im Sommer. Diese Lösung bietet einen hohen Komfort. Die Wärmepumpe wird automatisch oder manuell auf Heiz- bzw. Kühlbetrieb eingestellt. Das Lüftungsgerät läuft kontinuierlich mit gleichbleibenden Einstellwerten. Der Energieaufwand für die Kühlung im Sommer ist besonders effizient, wenn zusätzlich zur Wärmepumpe eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung installiert ist.

Gebäude, die über eine Wärmepumpe zum Heizen sowie ein Lüftungsgerät mit Energierückgewinnung verfügen

Sofern keine Gebäudekühlung vorhanden ist, kann es im Sommer sinnvoll sein den Betrieb der Lüftungsanlage den über Tag und Nacht wechselnden Innen- und Außentemperaturen anzupassen. Ein erhöhter Anteil der Lüftung kann in die kühleren Nachtstunden verlegt werden.

Dabei besteht ergänzend zu bzw. in Zusammenarbeit mit der Sommerbypassfunktion die Möglichkeit, mit einem erhöhten Luftwechsel in den Zeiten mit geringeren Aussenlufttemperaturen (vornehmlich in den Nachtstunden) zu fahren. Siehe auch das Thema „Nachtkühlung“ auf den Folgeseiten.

Der Wärmetauscher verzögert das bei warmen Außentemperaturen unvermeidliche Erwärmen der Raumluft bis zu dem Zeitpunkt an dem Innen- und Außentemperatur gleich sind.

Bei weiterhin wärmeren Außentemperaturen steigt die Innentemperatur danach ebenfalls weiter an. Einen weiteren und häufig bedeutenderen Beitrag zur Raumlufterwärmung leistet tagsüber die Strahlungswärme der Sonne als Direkteinstrahlung durch Fensterflächen oder als Wärmeleitung durch die Gebäudehülle.

In den Abend- und Nachtstunden kühlt die Außentemperatur wieder ab. Die Innentemperaturen sind durch den Energieeintrag über den Tag wärmer. In diesen Fällen kann auf die ansonsten sinnvolle Energierückgewinnung in der Lüftungsanlage verzichtet werden. Im Lüftungsgerät kann über die Steuerung ein Sommerbypass aktiviert werden. Der Bypass öffnet eine zusätzliche Lüftungsöffnung neben dem Wärmetauscher. Diese entspricht in etwa einer Fensterlüftung mit gleichmäßigem aber geringerem Luftaustausch.

Zeitgleich kann das Lüftungsgerät in den sogenannten Nachtkühlungsmodus geschaltet werden. Das Gerät erhöht dabei den Zuluftvolumenstrom für einen erhöhten Luftaustausch. Einfach und wirksam ist in diesen Situationen zusätzlich eine direkte Fensterlüftung mit hohem Luftaustausch. („Durchzug“). Sowohl die Sommerbypassfunktion als auch der Nachtkühlungsmodus müssen im Regelgerät des Lüftungsgerätes bedarfsbezogen eingestellt werden. s.u. *

(Sofern aktiviert, öffnet ein Sommerbypass in einem ERS Lüftungsgerät oberhalb einer minimalen Raumtemperatur z.B: 25 °C, sofern diese mindestens 4 °C über der Außentemperatur z.B: 21 °C liegt.)

Mit sinkenden Außentemperaturen strömt damit zunehmend kühlere Frischluft in das Haus. Voraussetzung für einen spürbaren Abkühleffekt eines erwärmten Hauses ist ein deutlicher Unterschied zwischen der Innen- und Außentemperatur.

Zusätzliche Möglichkeit zur Einstellung der Lüftungsanlage an besonders heißen Tagen

An besonders heißen Tagen empfiehlt es sich ggf. auch das Lüftungsgerät manuell mit einem Timer vollständig abzuschalten. Dies kann zum Beispiel durch die Auswahl einer Ventilatorstufe mit 0 % Ventilatordrehzahl erfolgen. Damit findet vorübergehend keinerlei Lüftungsbetrieb statt. Mögliche Wärmeeinträge über die Lüftungsanlage (z.B. Wärme durch Ventilatorbetrieb) werden dadurch ausgeschlossen.

Die Lüftungsgeräte vom Typ NIBE ERS verfügen über eine automatische Rückstellungsfunktion zur Nennlüftung, so dass nach einer variabel einstellbaren Zeit der Nennlüftungsbetrieb inkl. Nutzung der Sommerbypassfunktion automatisch wiederaufgenommen werden kann.

Je nach Ausführung des Lüftungsgerätes (vollständige bzw. anteilige Sommerbypassfunktion) ergibt sich ein Unterschied im Betrieb der Sommerbypassfunktionalität.

Lüftungsgerät zur Energierückgewinnung und vollständiger Sommerbypassfunktion.

Nachdem in einem aufgeheizten Gebäude die Voraussetzungen zur Öffnung der Sommerbypassstrecke erfüllt worden sind (Überschreitung des eingestellten Wertes „Schaltwerts Ablufttemperatur“ sowie Überschreitung der voreingestellten Temperaturdifferenz zwischen Aussenluft und Ablufttemperatur), öffnet sich automatisch der Sommerbypass, so dass die kühlere Aussenluft direkt, unter Umgehung der im Lüftungsgerät enthaltenen Energierückgewinnungseinheit, in das Gebäude strömen kann.

Lüftungsgerät zur Energierückgewinnung und anteiliger Sommerbypassfunktion.

Nachdem in einem aufgeheizten Gebäude die Voraussetzungen zur Öffnung der Sommerbypassstrecke erfüllt worden sind (Überschreitung des eingestellten Wertes „Schaltwerts Ablufttemperatur“ sowie Überschreitung der voreingestellten Temperaturdifferenz zwischen Aussenluft und Ablufttemperatur), öffnet auch hier automatisch der Sommerbypass, so dass die kühlere Aussenluft unter anteiliger Umgehung (ca. 50 %) der im Lüftungsgerät enthaltenen Energierückgewinnungseinheit, in das Gebäude strömen kann.

Bei der anteiligen Sommerbypassfunktion ist der luftausauschbedingte Kühleffekt geringer als bei Lüftungsgeräten mit vollständiger Sommerbypassfunktion.

Übersicht der NIBE Lüftungsgeräte hinsichtlich Sommerbypassfunktion

Die Lüftungsgeräte vom Typ ERS 10 – 400 bzw. 10 – 500 sind konstruktiv mit einer vollständigen Sommerbypassfunktion ausgestattet.

Das Lüftungsgerät vom Typ ERS 20-250 verfügt je nach Produktionsdatum über eine anteilige bzw. vollständige Sommerbypassfunktion.

  • Geräte mit dem Produktionsdatum vor April 2019 (Seriennummer Typenschild beginnt mit 010750) verfügen über eine anteilige Sommerbypassfunktion. Ca. 50 % des Frischluftvolumenstromes werden am Wärmetauscher vorbeigeführt.
  • Geräte mit dem Produktionsdatum ab April 2019 (Seriennummer beginnt mit 0111) verfügen über eine vollständige Sommerbypassfunktion. Nahezu der gesamte Frischluftvolumenstrom wird am Wärmetauscher vorbeigeführt.

 

Einstellvorschläge und Bedienung

Sommerbypassfunktion

Zur Einstellung der Sommerbypassfunktion legt man die Temperaturen für den „Schaltwert Ablufttemp.“ sowie „Bypass bei Übertemperatur“ fest.

Mit dem „Schaltwert Ablufttemp.“ wird festgelegt, welchen Wert die Raumtemperatur überschritten haben muss, damit die erste Bedingung zur Öffnung des Sommerbypasses erfüllt ist.

Mit dem Einstellwert „Bypass bei Übertemperatur“ wird die Mindesttemperaturdifferenz zwischen der Außenlufttemperatur und der Raumlufttemperatur als zweite Bedingung zur Öffnung des Sommerbypasses festgelegt. Anmerkung die Außenlufttemperatur muss niedriger als die Ablufttemperatur sein.

Nachtkühlung

Die Funktion der Nachtkühlung (hier als Nachtabsenkung benannt) dient einem vorübergehend erhöhten Luftwechsel um bei unangenehm hohen Raumlufttemperaturen einen beschleunigten Luftaustausch (warme Raumluft gegen kühlere Außenluft) vorzunehmen. Die Funktion muss wie in den beiden nachfolgenden Abbildungen gezeigt, zur Verwendung aktiviert werden.

Mit dem „Starttemp. Abluft“ wird festgelegt, welchen Wert die Raumtemperatur überschritten haben muss, damit die erste Bedingung zur Aktivierung der Nachtkühlung erfüllt ist. Es wird empfohlen als Einstellwert den „Schaltwert für Übertemp.“ (aus Sommerbypassfkt.) zu verwenden. Mit dem „min. Diff. Aussen-und Abluftt.“ Wert wird die Mindesttemperaturdifferenz zwischen der Aussenlufttemperatur und der Raumlufttemperatur als zweite Bedingung zur Aktivierung der Nachtkühlung festgelegt. Es wird empfohlen zur Einstellung den Wert „Bypass bei Übertemperatur“ (aus Sommerbypassfkt.) zu verwenden.

Vorübergehende Abschaltung der Lüftungsanlage

NIBE Lüftungsgeräte verfügen neben der Ventilatorstufe für die Normallüftung über zusätzliche Ventilatorstufen, die man beliebig einstellen bzw. auswählen kann. Dabei kann festgelegt werden, nach welcher Zeit der Ventilator wieder in die Normallüftung zurückspringen soll.

Wenn Sie den Fehler nicht beheben können und das Haus nicht beheizt wird, können Sie die Wärmepumpe im Reservebetrieb oder im Modus „Nur Zusatzheizung“ betreiben, während Sie auf technische Hilfe warten.

Stellung „Nur Zusatzheiz.“ bedeutet, dass die Wärmepumpe zur Wärmeerzeugung im Haus lediglich die Elektroheizpatrone verwendet.

Umschalten der Wärmepumpe in den Zusatzheizungsmodus

  1. Rufen Sie das Menü 4.1 „Betriebsmodus“ auf.
  2. Wählen Sie „Nur Zusatzheizung“ aus.
  3. Kehren Sie durch Drücken von „X“ zu den Startbildern zurück.